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Urfahr-Umgebung. Die durch die Corona-Krise ausgelöste Situation ist natürlich auch in den Seniorenheimen des Sozialhilfeverbandes Urfahr-Umgebung spürbar. An den fünf Standorten in Bad Leonfelden, Engerwitzdorf, Gramastetten, Hellmonsödt und Walding werden insgesamt 450 pflegebedürftige Personen betreut.

Gemeinsame Übungen im Freien sorgen für Abwechslung in Zeiten von Corona. Foto: Bezirksseniorenheim Walding

„Dies verlangt den tätigen Mitarbeitern maximale Flexibilität ab. Sie tragen höchste Verantwortung und schützen mit ihrem bewussten Handeln die am meisten gefährdeten Menschen in unserer Gesellschaft. Doch auch deren Familienmitglieder üben sich in größter Zurückhaltung, um das Risiko einer Übertragung nach Kräften zu minimieren“, sagt der Obmann des Sozialhilfeverbandes Urfahr-Umgebung, Bezirkshauptmann Paul Gruber. Angehörige ist der Zutritt zu den Bezirksseniorenheimen seit 11. März nicht mehr möglich.

Breite Unterstützung aus der Bevölkerung

„Der Sozialhilfeverband Urfahr-Umgebung erließ diese Regelung als erster Träger in Oberösterreich, eine Maßnahme die sich als goldrichtig erwies. Bereits wenige Tage später wurde diese Vorgangsweise landesweit umgesetzt“, sagt Gruber, der zudem erklärt: „An den Standorten bereitet man sich organisatorisch darauf vor, auch positiv getestete Bewohner unter Einhaltung höchster hygienischer Sicherheitsbestimmungen bestmöglich zu pflegen und zu betreuen.“ Inzwischen freut man sich in den Häusern über eine große Welle der Solidarität: Menschen aus den Gemeinden bieten ihre freiwillige Mitarbeit an, pensionierte und karenzierte Mitarbeiter sichern ihre Unterstützung im Falle der Notwendigkeit zu, Firmen spendieren Schutzausrüstung. Kinder zeichnen und basteln kleine Geschenke und erfreuen damit die Bewohner.

Ende der Pandemie wird mit Fest gefeiert

Ziel aller Verantwortlichen ist, dass das Leben in den Häusern inzwischen so weit als möglich den gewohnten Lauf nehmen soll. Krise hin oder her: So legen die meist weiblichen Bewohnerinnen Wert auf ihre Frisur. Ein Glück, dass sich im Personal gelernte Frisörinnen finden, die diese Aufgabe übernehmen und zu Schere und Föhn greifen. In den Wohnbereichen wird, natürlich unter Einhaltung des gebotenen Sicherheitsabstandes, musiziert, um der Stimmung keinen Abbruch zu tun. Aktivitäten wie Spaziergänge im Garten, gemeinsames Palmbuschen binden und Gedächtnistrainings finden großen Anklang. Und auch die moderne Technologie ermöglicht ein Stück Alltag: Gottesdienste werden per Videoübertragung von der Hauskapelle in die Bewohnerzimmer übertragen. Dazu besteht die Möglichkeit zur Videotelefonie, um den Kontakt zu den Angehörigen aufrecht zuhalten. Ein kurzer Anruf in den Heimen genügt, die technischen Details werden geklärt und wenige Minuten später kann das „face-to-face“-Gespräch starten. Gruber dazu: „Ich bedanke mich für den engagierten Einsatz unserer Mitarbeiter und bei den Angehörigen für ihre Geduld. Gleichzeitig bitte ich auch noch länger darum, wir werden die Lage am längsten spüren, schließlich versorgen wir auch bei Abflauen der Pandemie die höchst gefährdetste Personengruppe. Das Ende dieser unsäglichen Pandemie werden wir mit einem großen SHV-Fest feiern.“ 


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