Großeinsatz im Bezirk: Zwei Waldstücke in Flammen
GILGENBERG - SPARBACH. Am Montagnachmittag kam es im Bezirk Waidhofen/Thaya zu zwei Großeinsätzen der Feuerwehren. In der Nähe von Gilgenberg (Gemeinde Waldkirchen) und an der Bezirksgrenze zwischen Sparbach und Modlisch waren Wälder in Brand geraten. Insgesamt 27 Feuerwehren mit 380 Einsatzkräften aus zwei Bezirken standen im Löscheinsatz. In Gilgenberg wurde auch ein Hubschrauber angefordert.

Im östlich von Gilgenberg gelegenen Waldgebiet - am sogenannten Scheibenkogel - brach gegen 14:40 Uhr aus bislang unbekannter Ursache ein Brand aus. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte ließen sofort die höchste Brand-Alarmstufe über die Landeswarnzentrale Niederösterreich auslösen. Insgesamt 17 Feuerwehren kämpften bei tropischen Temperaturen gegen die Flammen. Zur Brandbekämpfung wurden mehrere Relaisleitungen mit einer Länge von zwei Kilometern vom „Sauteich“ in Gilgenberg zur Einsatzstelle gelegt. Unterstützt wurden die Feuerwehren von Landwirten mit insgesamt 24 Vakuumfässern. Die Löscharbeiten wurden durch den starken Ostwind massiv erschwert, der Brand drohte sich weiter auszubreiten.
Unter Einsatz von Atemschutzgeräten konnten die Feuerwehrleute das Feuer an einem Waldweg - durch eine sogenannte „Verteidigungslinie“ - aufhalten, bevor es auf ein weiteres Waldstück übergreifen konnte. Dieses Waldgebiet ist nur mehr cairca 150 Meter von den ersten Häusern der Ortschaft Gilgenberg entfernt. Ein Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres (BMI) wurde ebenfalls zur Brandbekämpfung angefordert. Ein 800 Liter fassender Löschbehälter wurde mit Unterstützung der Flugdienstgruppe Nord am Hubschrauber befestigt. Insgesamt 16 Mal wurde so das Feuer aus der Luft bekämpft. Der massive Löscheinsatz zeigte schließlich Wirkung und so konnte gegen 19:00 Uhr „Brand Aus“ gegeben werden. Fünf Hektar Waldgebiet waren von dem Brand betroffen. Im Schichtbetrieb wird die ganze Nacht mit drei Tanklöschfahrzeugen und Vakuumfässern Brandwache gehalten.
Beim Waldbrand in Gilgenberg standen insgesamt 215 Mitglieder von 17 Feuerwehren, das Rote Kreuz, die Polizei sowie ein Hubschrauber des BMI im Einsatz.
Waldbrand an der Bezirksgrenze zwischen Sparbach und Modlisch
Gegen 17:00 Uhr wurde schließlich die Freiwillige Feuerwehr (FF) Vitis mittels Sirenenalarm zu einem Waldbrand nach Modlisch alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Waldstück bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr Sparbach führte erste Löschversuche durch, zahlreiche Vakuumfässer waren bereits im Einsatz, um ein Ausbreiten der Brandfläche zu verhindern.
Mittels der Schnellangriffseinrichtungen beider Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Vitis wurde von mehreren Seiten der Waldbrand bekämpft. Aufgrund des Brandausmaßes wurden auch die Feuerwehren Schwarzenau, Echsenbach, Kaltenbach, Jetzles, Großrupprechts und Kleinschönau alarmiert und führten diese ebenso Löschangriffe durch. Aufgrund der starken Rauchentwicklung erfolgten die Löscharbeiten mit schwerem Atemschutz. Ein Atemschutzsammelplatz musste eingerichtet werden. Die Löschwasserversorgung erfolgte großteils mittels Vakuumfässern. Zur Befüllung der Atemschutzflaschen wurden auch die Feuerwehren Waidhofen/Thaya und Göpfritz/Wild zum Einsatzort nachalarmiert. Ebenso standen zur Lokalisierung von Glutnestern zwei Wärmebildkameras (FF Eulenbach und FF Göpfritz/Wild) im Einsatz.
Nach rund zwei Stunden konnte auch dieser Brandeinsatz erfolgreich beendet werden.
Video der Feuerwehr vom Waldbrand bei Gilgenberg


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