Verlorene Leben von Frauen
FRATRES. Österreichische Frauen, die unter politischen Ideologien zu leiden hatten, sind das Thema eines Veranstaltungstages der Kulturbrücke. Die Besucher erhalten Einblicke in kaum bekannte Leidensgeschichten.

Die zweite Veranstaltung des diesjährigen Sommerprogramms der Kulturbrücke Fratres widmet sich den Schicksalen österreichischer Frauen, deren Leben im 20. Jahrhundert durch den Austrofaschismus, den Nationalsozialismus oder den Stalinismus dramatisch beeinflusst wurden. Nur wenige Zeugnisse wurden hinterlassen, das Schweigen der betroffenen Frauen hielt oft über Generationen. Die Kulturbrücke gibt Einblick in kaum bekannte Leidensgeschichten und will dazu beitragen, diese im historischen Bewusstsein zu verankern.
Der Bildhauer Kurt Gebauer, ein Hauptvertreter der tschechischen Gegenwartskunst und Professor an der Prager Akademie für Bildende Kunst, Architektur und Design, hat eine Installation für den Hof in Fratres geschaffen.
In der Galerie des Gutshofs werden Bilder des in Prag und Telc lebenden tschechischen Künstlers David Barton gezeigt. Als Maler abstrakter Landschaften der Vysocina wurde er durch Ausstellungen in der Tschechischen Republik und in Wien bekannt.
Das Schweigen jener Österreicherinnen, deren Lebenswege durch totalitäre Regime brutal und nachhaltig betroffen waren, versucht der Film „Verlorene Leben“ der Regisseurin und Historikerin Anita Lackenberger behutsam aufzubrechen.
Zum Abschluss des Thementages präsentiert die tschechische Sängerin Jana Lewitova Musik aus Renaissance und Barock.
Samstag, 18. Juni 2016
Kulturbrücke Gutshof Fratres, Fratres 11, 3844 Waldkirchen an der Thaya
Beginn: 15 Uhr, Eintritt frei


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