Supermarkt-Debatte: 452 Wallerner stimmten für Volksbefragung
WALLERN. Die Diskussion rund um einen vierten Supermarkt in Wallern zieht noch weitere Kreise. Auf Initiative der Grünen wurde eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, bei der die Wallerner Bürger eine Volksbefragung unterstützen konnten. 452 Unterschriften wurden abgegeben, 365 (15 Prozent der Wahlberechtigten) waren mindestens benötigt. Der Termin für die Volksbefragung wurde für Sonntag, 25. November, festgelegt.

Ein vierter Supermarkt für Wallern –ja oder nein? Diese Frage können die Bürger nun selbst im Rahmen einer Volksbefragung beantworten. Neben Hofer, Billa und Spar will sich nun auch der Diskonter Lidl ansiedeln. Die Grünen sehen diese Entwicklung problematisch und wünschen sich andere Unternehmen für die Gemeinde. „Die Flächen sollten sinnvoll verbaut werden und nicht mit etwas, dass wir hier schon zur Genüge haben“, meint Grünen-Fraktionsobmann Wilfried Kraft. Fast 100 Unterschriften mehr als benötigt wurden von den Gemeindebürgern abgegeben. Über dieses Ergebnis freuen sich die Initiatoren besonders. „Es ist ein starkes Zeichen von der Wallerner Bevölkerung, sie wollen hier mitreden und mitgestalten“, erklärt Kraft. „Da ist etwas aufgebrochen in der Gemeinde. So etwas hat es hier noch nie gegeben“, so der Grüne. Von Seiten des Bürgermeister Franz Kieslinger heißt es, dass das Ergebnis zur Kenntnis genommen werde. „Ich finde nach wie vor, dass das Grundstück für einen Supermarkt ideal ist, mitten im Betriebsbaugebiet“. Das Ergebnis einer Volksbefragung ist für den Gemeinderat nicht bindend. Der Bürgermeister will aber nun erstmal das Ergebnis und die Wahlbeteiligung abwarten. Kritik kam von den Grünen, da ein relativ spätes Datum für die Befragung festgelegt wurde. Man hätte sich einen früheren Termin gewünscht. „Da Fristen eingehalten werden müssen, war dies der ehest mögliche Termin“, erklärt Bürgermeister Franz Kieslinger.


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