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Online Redaktion, 03.08.2019 07:48

WARTBERG. Eine ganz besondere Konzertreise erlebte der Wartberger Chor „pro musica“: Neun Tage lang verbrachte der Chor in Russland. Trotz des Verbots der Reiseführerin wagte Chorleiter Helmut Wagner einige Ständchen im Kreml und erntete für die wunderschönen heimatlichen Klänge von der begeisterten Zuhörerschaft herzlichen Applaus. Es war wohl die ergreifende Musik des 40-köpfigen Vokalensembles, dass die Wachen nicht restriktiv eingriffen.

Gemeinsam mit russischen Musikern musizierte der Wartberger Chor. Foto: pro musica
  1 / 2   Gemeinsam mit russischen Musikern musizierte der Wartberger Chor. Foto: pro musica

Einen ersten Höhepunkt erlebte „pro musica“ mit der Umrahmung der Messe und dem anschließenden Konzert in der „Kathedrale der unbefleckten Empfängnis“ im Moskau. In dieser größten katholischen Kirche Moskaus kam die G-Dur Messe von F. Schubert zusammen mit einem örtlichen Streichensemble und den mitgereisten Instrumentalisten zur Aufführung. Dieses gemeinsame Musizieren auf hohem Niveau wird allen in ewiger Erinnerung bleiben, zumal mehr als 700 Besucher die Darbietungen mit stehenden Ovationen bedankten. Im Anschluss kam es in entspannter Atmosphäre zur Begegnung mit der ORF-Korrespondentin Carola Schneider, die äußerst interessant von ihrer Arbeit in Moskau erzählte.

Wunderbarer Auftritt auch in St. Petersburg

Ein weiterer Auftritt war in der evangelisch-lutherischen St. Anna Kirche in St. Petersburg geplant. Spontan organisierte die in Wien studierende russische Sopran-Solistin Kate Spivakovskaya, die bereits in Moskau mit Roland Prochiner und Arthur Knaus die Soloteile der G-Dur Messe sang, ein Orchester vor Ort. Wiederum gelang es dem klangstarken Wartberger Chor, dem Bläserquartett aus Österreich und den jungen russischen Orchestermusikern die mehr als 300 Besucher zu begeistern.

Musikalische Botschafter

„Der Wartberger Chor hinterließ als musikalischer Botschafter Österreichs zweifellos sehr viele positive Spuren und beweist erneut, dass ihm die interkulturellen Beziehungen enorm wichtig sind, um auch Vorurteile dem Land und der Bevölkerung gegenüber abzubauen“, freut sich Chorleiter Helmut Wagner.


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