Nationalbank-Schulung für Schüler aus Warth
Am Stundenplan der drei 2. Jahrgänge der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Warth stand diese Woche die sichere Zahlung mit Euro-Banknoten sowie das rasche Erkennen von Fälschungen.

Im Rahmen des Marketing- und Wirtschaftskunde-Unterrichtes leitete Petra Schütz von der Österreichischen Nationalbank Workshops mit den Schülern, wo das Überprüfen der Sicherheitsmerkmale von Banknoten beim täglichen Zahlungsverkehr im Mittelpunkt stand.
„Die Echtheitsprüfung mit der bewährten Methode „Fühlen – Sehen – Kippen“ konnten die Jugendlichen gleich praktisch üben. Dabei galt es echte Banknoten und Fälschungen zu erkennen, was mitunter gar nicht so leicht war“, betont Fachlehrerin Martina Piribauer, die für die Organisation der Bargeldschulung verantwortlich zeichnet. „Aufgrund neuer und somit sicherer Banknoten ist immer weniger Falschgeld im Umlauf, dennoch sind gute Kenntnisse der Sicherheitsmerkmale notwendig. Besonders bei der 50-Euro-Banknote gilt es verstärkt aufzupassen, denn sie wird am häufigsten gefälscht“, so Piribauer.
Geld-Expertin Petra Schütz gab den Jugendlichen auch Tipps zur Rechtslage: „Das Überprüfen der Sicherheitsmerkmale einer Banknote ist sehr wichtig, denn wer eine gefälschte Banknote annimmt, muss den Schaden selbst tragen. Ein gefälschter Geldschein wird leider nicht ersetzt.“
Für den Sicherheitscheck der Banknoten muss die erhabene Oberfläche gefühlt werden, denn durch das Tiefdruckverfahren wird ein fühlbares Relief erzeugt. Hält man die Geldscheine vor eine gute Lichtquelle, so sind das Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und das Durchsichtselement zu erkennen. Und beim Kippen der Banknote erscheint ein Hologramm. Dabei sollte man sich aber nie auf ein Sicherheitsmerkmal verlassen, denn nur die Kombination der Merkmale bringt tatsächlich Gewissheit über die Echtheit der Banknoten.
Die aktuelle Falschgeldstatistik der Nationalbank für das Jahr 2016 hat einen deutlichen Rückgang der Fälschungen ergeben. Demnach wurden 12.234 „Blüten“ sichergestellt, im Jahr davor waren es noch 14.502 Stück, was ein Minus von 15,6 Prozent bedeutet. Beim angerichteten Schaden fiel der Rückgang mit 3,7 geringer aus: Er sank von 798.440 Euro im Jahr 2015 auf 768.515 Euro.


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