Maisernte: Warther Schüler bringen exakte Daten zu den Erträgen
Auch dieses Jahr waren die Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Warth während des praktischen Unterrichts bei der Maisernte im Einsatz. Dabei wurden die Maiskolben einzeln gepflückt, um exakte Aussagen zu den Erträgen und dem Energiegehalt der einzelnen Sorten machen zu können.

„Die Anbaufläche von Mais wurde in Österreich deutlich ausgeweitet, daher spielen die Versuchsergebnisse der jeweiligen Region für die Landwirte bei der Wahl der Silomais- oder Körnermaissorte eine entscheidende Rolle. Dabei geht es um exakte Aussagen über die Anbaueignung der verschiedenen Sorten, der Krankheitsresistenz und der bodenschonenden Düngung“, betont Pflanzenbauexperte Günther Kodym.
„Die Ernte gestaltete sich sehr aufwendig, weil jeder einzelne Maiskolben gepflückt werden musste. Bei allen anderen ähnlichen Analysen werden die gesamten Maispflanzen geerntet und erst dann wird auf die tatsächliche Erntemenge rückgeschlossen“, informiert Kodym. Durch die Wahl der geeigneten Maissorte kann der Einsatz von Dünger und Schädlingsbekämpfungsmitteln auf ein Minimum reduziert werden, was der Natur zugutekommt.
Warth als Wertprüfungsstandort
Dass die statistisch abgesicherten Ergebnisse des Warther Standortes immer bedeutender werden, belegt auch die steigende Anzahl von Sorten im Versuch. Neben der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) haben auch zwei renommierte Saatgutanbieter Warth als Wertprüfungsstandort entdeckt.
So verdoppelte sich die Anzahl der Prüfsorten dieses Jahr auf 46 verschiedene Sorten, welche die Schüler von der Saat bis zur Ernte begleiten und vergleichen konnten. Die gewonnenen Daten sind wertvolle Entscheidungshilfen für Bauern, um die optimale Sorte passend zu Boden, Niederschlags- und Wärmeangebot zu finden.


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