Unterwegs im Bezirk
WAXENBERG. Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Josef Rathgeb, Günter Pröller, Michael Lindner und Ulrike Böker tourte Landtagspräsident Viktor Sigl vor Kurzem durch Urfahr-Umgebung.

Zum einen wollte man bei der Tour die Arbeit der Abgeordneten vorstellen, aber auch die Vorteile des föderalen Systems aufzeigen. Außerdem wurde die Zeit genutzt, um bestimmte Projekte, Einrichtungen und die Lebensqualität im Bezirk hervorzuheben. „Ein Erfolgsfaktor für das Bundesland Oberösterreich ist und bleibt auch weiterhin ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Durch den Föderalismus können wir beispielsweise in Krisen viel rascher, effizienter und zielgerichteter reagieren“, so Sigl. Das Oberösterreich erfolgreich sei, hänge stark mit den Regionen zusammen: “Sie prägen unser Land in seiner Vielfältigkeit und tragen damit viel zur wirtschaftlichen Stärke Oberösterreichs bei“, so der Landtagspräsident.
Regionale Entwicklung
Sowohl für Josef Rathgeb aus Oberneukirchen, Günter Pröller aus Feldkirchen, Michael Lindner aus dem Bezirk Freistadt und Ulrike Böker aus Ottensheim stehe vor allem die regionale Entwicklung im Vordergrund:
„Die Ängste, Sorgen und Wünsche der Bürger müssen wir in unsere tägliche Arbeit für Oberösterreich einfließen lassen. Deshalb ist es wichtig, dass wir den Gedankenaustausch suchen. Eine wichtige Tatsache ist aber auch, dass wir in Oberösterreich ständig Lösungen über die Parteigrenzen hinweg suchen und an einem Strang ziehen, wie etwa bei der Novelle des Tourismusgesetzes. Dieses hat eine 17,6-prozentige Steigerung im Bezirk bewirkt“, so Pröller.
Für Michael Lindner aus dem Bezirk Freistadt gibt es indes drei Herausforderungen, denen sich die ländlichen Regionen stellen müssen: “In den nördlichen Gemeinden, außerhalb des Speckgürtels, müssen wir die Schwerpunkte auf leistbares Wohnen, Arbeitsplätze und Infrastruktur legen, um der Abwanderung entgegenzuwirken. Dazu haben wir auch die Gemeinden zu stärken – mehr rechtliche und finanzielle Möglichkeiten sowie die EU-Leaderprogramme bestmöglich auszunützen. Auch im Bereich der Sport-Infrastruktur dürfen wir die Vielfalt in Oberösterreich nicht vernachlässigen und weiter in die Breite investieren. Nur so können wir die Lebensqualität in den ländlichen Gebieten attraktiver gestalten.“
Dass die Gemeinden im Zentrum stehen, sieht auch Ulrike Böker so: “Die Gemeinden sind die Kompetenzzentren vor Ort. Deshalb müssen wir diese mit ausreichend qualifizierten Personal ausstatten. Weitere Schwerpunkte sind für uns künftig flächensparendes Bauen, die Stärkung der Ortszentren und Maßnahmen gegen die Abwanderung aus ländlichen Regionen. Dazu kommt eine intensivere Bewusstseinsbildung über die Vorteile der EU und vor allem ihr Nutzen für Oberösterreich.“
Laut dem Oberneukirchner Bürgermeister sei Urfahr-Umgebung Vorreiter in vielen Dingen und ein pulsierender Bezirk: „Wir haben landesweit den größten Zuwachs bei Lehrlingen und erstmals auch bei Lehrausbildungsbetrieben. Diese sehr erfreuliche Entwicklung ist das Ergebnis unserer vielfältigen Bemühungen wie die GUUTE-Initiativen, um als Pendlerbezirk dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wir müssen die Arbeit zu den Menschen in die Gemeinden und ländlichen Regionen bringen, nicht umgekehrt. Das Interkommunale Betriebsbaugebiet in Bad Leonfelden ist ein erfolgreiches Beispiel für gelebte Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Lebensqualität am Land noch attraktiver zu gestalten. LEADER-Projekte im Bereich der flexiblen Ferien-Kinderbetreuung, Mountainbike-Strecken oder Ortskernentwicklungen sind dafür wichtige Impulsgeber.“
Besuch der Ruine Waxenberg
Während des Aufenthalts wurde auch die mit EU-Fördermitteln restaurierte Ruine Waxenberg gemeinsam mit Josef Keplinger besucht: „Die Ruine Waxenberg wurde durch den ehrenamtlichen Einsatz von „Burgherrn“ Josef Keplinger und seinem Team zu einem Besuchermagneten. Aber auch die EU hat durch Förderungen maßgeblich zum Erfolg beigetragen, wie bei vielen anderen Projekten in Oberösterreich. So hat Oberösterreich 2016 mehr als doppelt so viel Geld aus Brüssel abgeholt als einbezahlt“, so die Abgeordneten.
Insgesamt 56 Projekte wurden bisher in den beiden Leaderregionen Urfahr-West und Sterngartl-Gusental eingereicht. 48 dieser Projekte erhielten eine Bewilligung. In der Förderperiode 2014 bis 2020 wurden auf diesem Weg schon mehr als 2,4 Millionen Euro ausgeschöpft.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden