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WEIBERN/ WEILBACH. Franz Wiesenberger aus Weilbach (Bezirk Ried) hat ein Buch über Wiederstandskämpfer während des Nationalsozialismus verfasst. Er beleuchtet die Geschichten oberösterreichischer Gegner des NS-Systems und dabei auch die Geschichte eines Wirtes aus Weibern.

Franz Wiesinger beschäftigt sich in seinem Buch mit den Widerstandskämpfern im Nationalsozialismus. Fotos: Privat

Ferdinand Roitinger aus Weibern war zur Zeit der nationalsozialistischen Übernahme Mitglied der christlich-sozialen paramilitärischen Organisation Heimwehr. Er stellte sich schon vor der Machtergreifung gegen die Mitglieder der nationalsozialistischen Partei. Nach der Machtübernahme im März 1938 wurde Roitinger von den Mitgliedern der geheimen Staatspolizei, Gestapo, verhaftet und inhaftiert. Nach monatelangem Gefängnisaufenthalt wurde er schließlich in Wels freigesprochen. Zurück in Weibern begann er Kriegsgefangene, die in seinem Gasthof untergebracht waren mit Kleidung, Waffen und Nahrung auszustatten und ihnen Fluchtmöglichkeiten zu zeigen. Nach dem Krieg wurde er erfolgreicher Unternehmer, die Familie lebt bis heute in Weibern.

Vergessene Schicksale

In Oberösterreich wurden während des Nationalsozialismus 135.000 Menschen ermordet. Wiesenberger zeichnet die Geschichten einiger Widerstandskämpfer auf 420 Seiten auf und beleuchtet Schicksale in Oberösterreich. Viele der „Märtyrer“ sind der Allgemeinheit unbekannt, sie wurden nach dem Krieg oftmals vergessen.

Gefangenes Licht - Märtyrer im Heimatgau des Führers

Franz Wiesenberger

Innsalz-Verlag, 423 Seiten, 26,50 Euro


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