Es blüht etwas in Weibern
WEIBERN. Unter dem Motto „Weibern blüht auf“ positioniert sich die Gemeinde als bienen- und insektenfreundlich. Mit der Förderung durch das EU-Leader- Programm werden Infoabende, Insektenhotels und Blühstreifen umgesetzt.

Regina Roitinger ist die Bienenbeauftragte der Gemeinde. Sie kümmert sich um Projekte wie das Wildbienenhotel hinter der Volksschule oder Bildungsmaßnahmen im Ort. Sieben Blühstreifen auf öffentlichem Grund gibt es in Weibern, sie werden nur zweimal jährlich gemäht und nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Für Bienen und andere Insekten bedeutet dies mehr Blumen, die das ganze Jahr über blühen, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. Für die Gartenbesitzer der Gemeinde gibt es Samensackerl, mit denen heimische, bienenfreundliche Pflanzen im eigenen Garten gepflanzt werden. Mit zusätzlichen Aktionen zur Bewusstseinsbildung wie Fotowettbewerben weckt die Gemeinde das Interesse der Bürger für heimische Insekten.
Landesprojekt
Weibern gehörte zu den ersten sechs Gemeinden landesweit, die sich im Jahr 2015 dem Projekt anschlossen. Auf Ini-tiative des damaligen Landesrats Rudi Anschober (Grüne) wurde das Projekt „Bienenfreundliche Gemeinden“ in Oberösterreich ins Leben gerufen. Mittlerweile zählen mehr als 50 Mitglieder zum Projekt und verzichten freiwillig auf Pestizide und die übermäßige Mahd von Gemeindeflächen. An Informationsabenden wird die Bevölkerung über den Zusammenhang von ganzjährigen Blühflächen und Insektenvielfalt aufgeklärt. So entstehen auch in privaten Gärten ganzjährige Blühflächen für die Bienen. „Was man liebt, das schützt man“, ist Regina Roitinger überzeugt, die auch für die Kinder der Volksschule Projekte gestaltet, mit denen die Wild- und Honigbienenvielfalt in der Gemeinde gefördert werden soll. „Die Aktionen kommen sehr gut an“, erzählt die ausgebildete Waldpädagogin Roitinger, „und so sieht man wie aus einer kleinen Pflanze etwas großes wächst.“


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