Trauer in Weinburg: Ehemaliger FF-Kommandant und Ehrenringträger Ferdinand Ritl verstorben
WEINBURG. Der langjährige FF-Kommandant und Ehrenringträger Ferdinand Ritl starb am vergangenen Donnerstag völlig unerwartet im 66. Lebensjahr.

„Am Donnerstag Früh hat das Herz des Ehrenringträgers der Gemeinde Weinburg zu schlagen aufgehört. Ein starkes Herz, das immer für andere geschlagen hat“, unterstreicht Bürgermeister Peter Kalteis. Ritl habe 35 Jahre als Gemeindebediensteter und Leiter des Bauhofes im Dienst der Gemeinde gestanden.
„Umfassendes Wissen“
In die Anfangszeit fielen laut Kalteis „wesentliche und arbeitsintensive Schritte“ wie Kanalbau, Wasserversorgung sowie die weitere Modernisierung der Gemeindeinfrastruktur. „Sein umfassendes Wissen hat er immer gerne freundschaftlich weitergegeben“, unterstreicht der Orts-Chef.
50 Jahre für die Freiwillige Feuerwehr
50 Jahre war Ritl Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, davon war er 21 Jahre als Kommandant im Einsatz. „Seine Feuerprobe bestand Ferdinand Ritl als Einsatzleiter beim Großbrand der Constantia-Teich im Jahre 1991 mit Mut, Übersicht und Können“, erinnert sich Kalteis. In seiner Kommandantenzeit habe er sich besonders der Ausbildung seiner ihm anvertrauten jungen Kameraden gewidmet. Seine Bürgermeister habe er „überzeugt“, der Wehr die beste Ausrüstung zur Verfügung zu stellen.
Neues Feuerwehrhaus
Auch das neue Feuerwehrhaus sei unter Ritl errichtet worden und diene nun der Wehr als „qualitätsvolle Heimstätte“. Dass Ausbildung die Grundlage für die Sicherheit im Einsatz bedeute, habe Ritl auch als Bezirksausbilder unter Beweis gestellt.
Sieben Enkerl
„Nach seiner Ruhestandsversetzung bzw. Versetzung in die Reserve widmete Ferdinand Ritl sich seinen sieben Enkerln, werkte beim Hausbau seiner Tochter und blieb auch als Obmannstellvertreter des Pensionistenverbandes überaus aktiv. Den Naturfreunden blieb er über vier Jahrzehnte treu“, unterstreicht Bürgermeister Kalteis und weist auch darauf hin, dass Ritl als angesehener und humorvoller Gesprächspartner galt. „Das kann ich als Freund bestätigen“, so Kalteis. Die Gemeinde Weinburg erinnere sich nun in Dankbarkeit und großem Respekt. „Unsere Gedanken aber sind in diesen schweren Zeiten des Abschieds bei der Gattin Ingrid, bei den Kindern und Enkerln“, betont der Weinburger Bürgermeister abschließend.
„Väterlicher Freund“
„Mit dem Ableben unseres Ehrenkommandanten 'Ferdinand' verliert die FF Weinburg eine starke Persönlichkeit, eine Person die immer für die Mitmenschen da war - egal wer und wann man ihm benötigte - er war da. Er war über all die Jahre mein Lehrmeister - und der Verlust schmerzt mich nicht nur feuerwehrmäßig, da ich so sagen kann - ich habe einen väterlichen Freund verloren“, so die Reaktion des derzeitigen Feuerwehrkommandanten Engelbert Seiser.


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