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Tips Logo  Anzeige, 18.03.2020 11:07

WELS. Die Feuerwehr Wels trägt als Blaulichtorganisation wesentlich zur Sicherheit in der Stadt Wels bei. 2.207 Gesamteinsätze leistete die FF Wels im vergangenen Jahr, das sind im Schnitt zirka sechs Einsätze pro Tag.

118 Personen wurde von der Feuerwehr in Notlagen geholfen Foto: Laumat
  1 / 2   118 Personen wurde von der Feuerwehr in Notlagen geholfen Foto: Laumat

Die Mitglieder der Welser Feuerwehr sind 24 Stunden, jeden Tag, für die Bevölkerung da. Auch 2019 war für die 150 Männer und Frauen der Truppe wieder äußerst arbeitsreich. „Die Aufgaben und Einsatzbereiche für uns nehmen von Jahr zu Jahr zu, so wie auch die Einwohnerzahl immer mehr wächst“, sagt Feuerwehrkommandant Franz Humer.

Aufklärung wirkt

526 Alarmierungen galten Brandereignissen, davon waren 157 echte Brandeinsätze. Die Technik trägt wesentlich zur Früherkennung bei. Rund 41 Prozent der echten Brände wurden von automatischen Brandmeldeanlagen erkannt, eine hohe Erfolgsquote!

Schulungen für Zivilisten

Auffallend ist auch der Anteil der Feuer, die bereits vor dem Eintreffen gelöscht worden sind. 50 Brände, das sind rund 32 Prozent, konnten die Bürger eigenständig bekämpfen – fast zehn Prozent mehr als noch im Jahr davor. Ein Erfolg, der nicht von ungefähr kommt: „Seit nunmehr 38 Jahren führen wir Brandschutzschulungen für Zivilisten durch“, so Humer.

118 Menschen gerettet

Die gute Ausbildung und die hohe Einsatzbereitschaft der Kameraden zeigt sich nicht nur in der Vielzahl an Mannstunden. Tatsächlich wurden neben den Brandeinsätzen auch 756 technische Hilfeleistungen beziehungsweise Einsätze im Katastrophenhilfsdienst geleistet. Dabei konnte die Welser Feuerwehr 118 Menschen aus Notlagen befreien – ob aus Unfallwracks, Liften oder eben bei Bränden.

Bei all den gestiegenen Herausforderungen gibt es auch einen traurigen Trend: Die Zahl der böswilligen Falschalarmierungen hat sich mit 25 nahezu verdoppelt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Viele Einsätze wären aber auch verhinderbar gewesen. Im Besonderen Einsätze nach Unwetter, wie Sturm oder Starkregen. Trotz Unwetterwarnungen werden keine Sicherungsmaßnahmen gesetzt. Baumaterialien und Baustellen werden nicht gegen Sturm gesichert, Bäume wachsen vielen über den Kopf und mancher Wassereintritt könnte mit einfachen Mitteln verhindert werden.

Das richtige Verhalten vor und bei einem Unwetter soll den Welserinnen und Welsern noch mehr vermittelt werden. Mit der Bildungsoffensive „gemeinsam.sicher.Feuerwehr“ werden Kinder und Jugendliche sensibilisiert und zur Selbsthilfe angeleitet. Weg von der Vollkaskomentalität zum couragierten Handeln und Selbstschutz.

Dank an die Mannschaft

Wer 365 Tage im Jahr im Dienste der Allgemeinheit steht, wer – egal ob Sonnenschein oder Sturm und Starkregen – in den Einsatz geht, der hat einen großen Dank verdient, so Kommandant Franz Humer.

Einsatzbilanz 2019 auf einen Blick

Gesamteinsätze 2.207

Interventionen 1.331

Brandeinsätze 526, davon 157 „echte Brände“

118 gerettete Personen

12.075 Einsatzstunden

41.995 Gesamtstunden im Dienst am Nächsten

www.feuerwehr-wels.or.at