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Tips Jugendredaktion, Lisa Hackl, 31.07.2018 12:00

WELS/MARCHTRENK/BACHMANNING. Das sommerliche Wetter lockt Kinder und Familien nach draussen. Spielplätze sind ein günstiges Mittel, einige Stunden mit den Kids an der frischen Luft zu verbringen. Doch wie sieht es mit den Spielplätzen in und um Wels aus? 

Ein Spielplatz in Marchtrenk, Fotos: Harald Maier-Kern
  1 / 2   Ein Spielplatz in Marchtrenk, Fotos: Harald Maier-Kern

Das Familienreferat des Landes Oberösterreich präsentierte Ende 2017 einen Online-Spielplatzführer für Eltern und Kinder. Über 100 Spielplätze sind darin bereits vertreten, für 2018 werden 80 neue gesucht. Auch mehrere Gemeinden im Bezirk Wels Land sind darin vertreten. Tips hat mit mehreren Verantwortlichen im Bezirk gesprochen.

Von und mit Kindern

Marchtrenk verfügt derzeit über elf Spielplätze, verteilt auf dem gesamten Stadtgebiet. Pro Spielplatz bedeutet das 1180 Einwohner. Viele davon wurden gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen der Stadt gestaltet. Das heißt, sie dürfen selbst entscheiden, welche Spielgeräte auf dem Spielplatz stehen werden. Sieben dieser Spielplätze baute die Stadt in den letzten fünf Jahren. Alle davon sind abgesetzt oder eingezäunt, um Kinder vor gefährlichen Straßen zu schützen. Bei der Standortwahl achtet man vor allem auf Neubaugebiete und Familiensiedlungen. Damit liegen die Spielplätze möglichst  nahe an den Kindern und Jugendlichen. Ein besonderes Anliegen ist dem Stadtrat für Sport und Freizeit Harald Maier-Kern (SP) der Trendsportplatz. Auf diesem gibt es neben einem Kinderspielplatz auch einen Slackline-Park, einen Einrad-Trialpark, Beachvolleyballplätze und eine Minigolfanlage. „Uns ist wichtig, dass jeder Stadtteil in Marchtrenk seinen eigenen Spielplatz hat, der im Idealfall von den Kids selbst geplant wurde.“Im Herbst 2018 eröffnet ein neuer Bewegungspfad entlang der Traun.  „Kinderspielplätze und Jugendtreffpunkte sind der erste wichtige Schritt zu einer Stadt mit viel öffentlichem Raum und der Möglichkeit zur Begegnung“, so Bürgermeister Paul Mahr (SP). Beide betonen, die regelmässigen Kontrollen der Spielgeräte durch einen TÜV-geprüfen Fachbetrieb.

Geschützt durch Stadtwache

Überprüft wird auch in der Stadt Wels, wie Büro des Vizebürgermeisters Gerhard Kroiss (FP) bestätigz. Viele der 37 Kinderspielplätze werden durch die Stadtwache kontrolliert. Bei Beschwerden patroulliert verstärkt die Polizei. Aktuelles Beispiel hierfür ist der Energiepark, der nach Beschwerden über Lärm und Drogenkonsum stärker von den Einsatzkräften überwacht wird. In den letzten Monaten häufen sich Beschwerden über die Vermüllung der Parkanlagen. Dem will man vorerst mit einer Plakataktion gegensteuern.

Pro Spielplatz gibt es in der Stadt 1.650 Einwohner. Auch in Wels beteiligen sich Bürger aktiv an der Gestaltung von Parkanlagen und Spielplätzen. So findet noch in diesem Jahr ein Treffen für den neuen Jugendpark in der Fichtenstraße statt. Vizebürgermeisterin Silvia Huber (SP) meint dazu: „Es ist besonders wichtig, dass diese Naherholungsgebiete attraktiv gestaltet sind, damit sie auch gut frequentiert und genutzt werden.“

Klein aber fein

In kleineren Gemeinden sieht die Lage anders aus. In Bachmanning, einer der kleinsten Gemeinden im Bezirk gibt es zwei öffentliche Spielplätze. Das bedeutet es gibt 350 Einwohner pro Spielplatz. Diese wurden 2004 errichtet. Einer davon befindet sich im Ortszentrum und kann von den Gästen des Gasthauses, sowie von den Kindern der Volksschule benutzt werden. Natürlich sind auch andere Kinder gern gesehen. Bei der Modernisierung von einiger Zeit konnte wegen begrenzter Geldmittel nicht auf alle Wünsche der Kinder eingegangen werden. Trotzdem  ergänzte die Gemeinde den Spielplatz mit Fokus auf die Volksschüler um einige Spielgeräte. „Auch in einer kleinen Landgemeinde ist es wichtig, Kindern entsprechende Spielplätze anzubieten.“, meint Bürgermeister Karl Kaser (VP).

Fazit

Zwischen Stadt und Land liegen bei Kinderspielplätzen große Unterschiede. Jede Gemeinde kann und muss andere Schwerpunkte setzen. Auf dem Land steht den Kindern mehr Natur zum Entdecken und Bewegen zur Verfügung. In der Stadt muss dieser Mangel durch Parks und Spielplätze ausgeglichen werden. Unter dem Schlagwort „Bespielbare Gemeinde“ versucht das Land Bewusstseinsbildung zu fördern. Ziel soll sein, Kindern eine sichere Umgebung zu bieten, in der sie ihre Kreativität ausleben können. Am besten nicht nur auf Spielplätzen, sondern im gesamten Gemeindegebiet. 

Der Spielplatzführer des Landes kann auch von Privatpersonen ergänzt werden. Die SPES-Familienakademie hilft bei Neueintragunge

Online- Spielplatzführer:

www.familienkarte.at/de/freizeit/spielplaetze/spielplaetze.html

Eintragungen unter: prellinger@spes.co.at.


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