Hospizbewegung: 20 Jahre im Dienste der Menschen
WELS. Noch vor wenigen Jahrzehnten hätte sich wohl niemand die positive Entwicklung der Hospizbewegung Wels Stadt/Land vorherzusehen getraut. War der Hospizgedanke bis in die Achtzigerjahre hinein in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt, so fasste er in Wels Ende der Neunzigerjahre dank Franz Doblhofer schließlich Fuß und es wurde bald auch zum öffentlichen Anliegen, die Bedingungen für Menschen in der letzten Lebensphase zu verbessern.

In Wels wird Hospizarbeit seit genau 20 Jahren praktiziert, geleitet von der Überzeugung, dass Sterben zum Leben gehört und Patienten am Lebensende professionell und würdevoll begleitet werden müssen. Aber auch Angehörige können sich in diesen schweren Tagen auf Unterstützung und Zuwendung verlassen. Von der ersten Stunde an war es dem gesamten Team eine Verpflichtung, für ausreichend schmerzlindernde, gute pflegerische, psychosoziale und spirituelle Betreuung zu sorgen – 24 Stunden pro Tag, 365 Tage im Jahr und kostenfrei für die Betroffenen!
Hospiz und Palliative Care
2005 nahm das mobile Palliativteam seine Arbeit auf. 2011 wurde dem privaten Verein vom Land Oberösterreich der Auftrag erteilt, die mobile Palliativversorgung in der Versorgungsregion 42 aufzubauen und zu gewährleisten. 2012 übernahm Christine Eckmayr den Vorstandsvorsitz. Gemeinsam mit ihren beiden Stellvertretern Johann Minihuber und Rotraud Josseck unterstreicht Eckmayr klar die Devise, nach der derzeit zehn Palliativfachkräfte und das 21-köpfige ehrenamtliche Hospizteam arbeiten: „Dass Menschen nicht durch die Hand eines anderen, sondern an der Hand eines Menschen sterben können, dafür engagieren wir uns.“

