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WEYER. Im April 1945 wurden tausende Zwangsarbeiter – vorwiegend ungarische Juden – durch das Ennstal ins KZ Mauthausen getrieben. Eine Gedenktafel in Weyer soll an jene erinnern, die sich vom Leid nicht abwandten.

Tafel in Weyer erinnert an Retter beim Todesmarsch durchs Ennstal. Foto: Brunnthaler
Tafel in Weyer erinnert an Retter beim Todesmarsch durchs Ennstal. Foto: Brunnthaler

Der grausame Todesmarsch führte einst auch durch die Gemeinde am Gaflenzbach. Schon vorher wurden die Bewohner der angrenzenden Ortschaften bespitzelt und Häuser nach geflüchteten KZ-Häftlingen durchsucht. Trotz größter Gefahr retteten mehrere Bewohner Menschen des Todeszuges.

Symbol der Menschlichkeit

Kurt Scholz, Franz Schörkhuber und Konrad Neubauer haben ein Denkmal zur Erinnerung an diese helfenden Hände erarbeitet. Die Tafel soll Mut machen und zeigen, dass Menschlichkeit immer etwas bewirkt – für Einzelne sogar alles bedeuten kann.

Gedenkfeier

Am Samstag, 11. Mai, findet eine Gedenkfeier zur Eröffnung der Tafel im Ortsteil Kastenreith statt. Den Beginn macht eine Gedenkwanderung um 15 Uhr ab dem Marktplatz Weyer zur Enns. Um 16 Uhr folgen die Enthüllung und Feier an der Mündung der Gaflenz in die Enns. Franz Schörkhuber wird mit einem der Zeitzeugen ein Gespräch über die Ereignisse vom April 1945 führen. Das Gründungsmitglied des Mauthausen Komitees Österreich Helmut Edelmayr hält die Gedenkrede zum Thema „Niemals Nummer, immer Mensch!“.

Musik und Kränze

Musikalisch umrahmt wird die Feier vom Chor Vocabella mit Marion Ahamer und Robert Gradauer (Gitarre). Die Segnungsworte kommen von Pfarrer Walter Dorfer. Die Feier endet mit der Kranzniederlegung durch Vertreter der Marktgemeinde Weyer und der Lagergemeinschaft Mauthausen.


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