Im richtigen Laufschritt durch die kalorienreichen Weihnachtsfeiertage
BEZIRK SCHEIBBS. Ob Vanillekipferl, Schokoschirmchen, Punsch oder Lebkuchen – die Weihnachtszeit hat es kalorientechnisch in sich. Damit sich die süßen Versuchungen nicht dauerhaft auf den Hüften festsetzen, ist regelmäßiges Joggen von Vorteil. Aber Achtung: beim Laufen in der kalten Jahreszeit gibt es einiges zu beachten.

Je kälter das Wetter, umso wichtiger sind für den Körper Aufwärmübungen. Anstatt diese wie vielleicht gewohnt vor der Haustüre zu machen, sind Dehnübungen am besten im geschlossenen Raum – bei wärmeren Temperaturen – auszuführen. Auch ein zusätzliches fünfminütiges Auf-der-Stelle-Laufen hilft dem Körper, um in Fahrt zu kommen.
Viel trinken – trotz Kälte
Beim Laufen im Winter verlieren Jogger fast die gleiche Menge an Flüssigkeit wie im Sommer. Das liegt daran, dass man auch bei kalten Temperaturen leicht ins Schwitzen kommt. Die oftmals trockene Winterluft sorgt zusätzlich für Dehydration. Besonders bei längeren Laufeinheiten sollte deshalb ausreichend, aber nicht zu kalt, getrunken werden.
Auf die Ernährung achten
So verführerisch und reichhaltig die Weihnachtszeit mit ihren süßen wie auch deftigen Schmankerln aufwartet, ist es im Hinblick auf die Laufeinheiten wichtig, das Essen richtig zu planen. Niemals mit vollem Magen laufen gehen! In Maßen mehr zu essen als im Sommer ist im Winter kein Fauxpas, benötigt der Körper für die Energieerzeugung an kalten Tagen doch mehr Aufwand als bei warmen.
Glatteis-Gefahr
Frisch gefallener Schnee ist einer der problemlosesten Laufuntergründe, die man sich vorstellen kann. Er sorgt sowohl für einen guten Halt, als auch einen sicheren Tritt. Problematisch wird es erst, wenn unter dem Schnee eine Eisschicht liegt. In diesem Fall unbedingt die Laufgeschwindigkeit reduzieren und mit Hilfe der Arme den Körper ausbalancieren. Bei besonders rutschigen Untergründen am besten den ganzen Fuß aufsetzen, um möglichst viel von dem Profil der Laufschuhe und deren Griffigkeit zu profitieren. Bei blanken Eisschichten auf Laufschuhe mit Spikes zurückgreifen.
Sichtbarkeit rettet Leben
Die Tage in der Winterzeit sind nicht nur kurz, sondern oftmals auch grau und sehr nebelig. Aus diesen Gründen ist es beim Laufen in der freien Natur sehr wichtig, gesehen zu werden. Helle, weit sichtbare und reflektierende Laufbekleidung – vom Scheitel bis zur Sohle – kann Leben retten. Auch das Tragen einer Stirnlampe zahlt sich bei Läufen, die erst am späteren Nachmittag begonnen werden, aus. Nicht vergessen: beim Laufen auf der Straße immer auf der linken Straßenseite aufhalten!
Richtige Kleidung
Der Thermometer zeigt leichte Plus-Grade an, trotzdem fühlt es sich beim Laufen wie in einer Gefriertruhe an? Der sogenannte Windchill-Effekt (aus dem Englischen für „Windkühle“) beschreibt dieses Phänomen und zeigt den Unterschied zwischen tatsächlicher Lufttemperatur und gefühlter Temperatur auf. Beim Laufen entsteht durch die Laufbewegung ein Fahrtwind, der sich auf die subjektive Temperaturempfindung auswirkt. Ein Beispiel: bei fünf Grad Außentemperatur empfindet man bei zehn km/h Windgeschwindigkeit selber nur mehr 2,7 Grad. Aus diesem Grund ist beim Tragen der Laufbekleidung das Zwiebelprinzip (mehrere Schichten), idealerweise mit einer Windstopper-Schicht, zu empfehlen.


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