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WIESELBURG-LAND. Am Francisco Josephinum wurde im Zuge der Woche der Landwirtschaft über die Initiative „Gut zu wissen“ informiert. Im Rahmen einer Pressekonferenz rückten Direktor Alois Rosenberger, NÖ Landwirtschaftskammer Obmann Anton Krenn, Bezirksbäuerin Maria Zulehner und Seminarbäuerin Christa Eppensteiner den Fokus auf die Bedeutung der Regionalität und der transparenten Kennzeichnung von Lebensmiteln. Helga Kraushofer stellte die vor zwei Jahren gegründetet Initative „Gut zu wissen“ im Detail vor. 

Bei der Pressekonfernz im Francisco Josephinum.
Bei der Pressekonfernz im Francisco Josephinum.

40.000 Eier, 1500 Liter Rapsöl und drei Tonnen Geflügel - Massen an Lebensmitteln die jährlich in der Großküche des Fracnisco Josephinums verarbeitet werden und aus der Region stammen. „Der Vorteil Produkte aus der Region zu beziehen liegt darin, zu wissen, wo die Lebensmittel herkommen und auch Reklamationen sind einfacher. Wir lassen rund 180.000 bis 190.000 Euro dadurch in der Region“, schildert Direktor Alois Rosenberger und ergänzt „Am Schulgelände befindet sich eine eigene Bio-Gärtnerei, aus der wir die Hälfte des Salates, der für die Verpflegung benötigt wird, selbst anbauen und verwerten. Ein weiteres Selbsterzeugnis ist der Apfelsaft, den Schüler in ihrer Praxis herstellen.“

„Unsere Schüler haben einen engen Bezug zur Landwirtschaft und fragen sich auch, was sie da auf ihrem Teller liegen haben, beziehungsweise wo die Lebensmittel herkommen“, so Rosenberger weiter. 

Wissen, was auf dem Teller liegt

Immer mehr Menschen wollen wissen woher ihr Essen am Teller stammt. Das Land NÖ und die Landwirtschaftskammer Niederösterreich stellen aus diesem Grund die diesjährige „Woche der Landwirtschaft“, die heuer zum dritten Mal stattfindet, unter das Motto „Unser Essen: Gut zu wissen, wo´s herkommt“. Denn täglich werden über 50 Prozent aller Mahlzeiten nicht zuhause verspeist, sondern in öffentlichen und privaten Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen sowie der Gastronomie.

Transparenz auf NÖ Speiseplänen geht in die nächste Runde

Meist wissen die Kunden allerdings nicht, woher ihr Essen am Teller stammt. Hier schafft die Initiative „Gut zu wissen“ Abhilfe. Denn in der Außer-Haus-Verpflegung – wie zum Beispiel in Kindergärten, Schulen, Caterings, Mensen, Betriebskantinen, Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kasernen – ist die Herkunft oft nicht nachvollziehbar, da (noch) keine Kennzeichnungspflicht besteht. Mit der Initiative „Gut zu wissen“ soll Sicherheit geschaffen und diese Lücke geschlossen werden. 

„Mit der transparenten Kennzeichnung der Herkunft gewinnen alle Beteiligten. Der Konsument gewinnt, weil er weiß, dass das Lebensmittel aus Österreich den höchsten und kritisch geprüften Standards unterliegen. Die Großküche profitiert, weil sie sich klar bei den Gästen positionieren kann. Aber auch für die Region ist es ein Gewinn, da sich durch die transparente Herkunftskennzeichnung automatisch auch die Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln erhöht. Das hat für die Region mehr Wertschöpfung und Identitätsstiftung zur Folge. Damit wird die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region angekurbelt und durch die kurzen Transportwege auch noch unsere Umwelt geschont. zusätzlich ist der Bezug von qualitäts- und herkunftsgesicherten Produkten aus den Regionen die kräftigste Form von Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern“, so Kammerobmann Anton Krenn

„Gut zu wissen“

„Die rot weiß rote Lupe steht dafür, dass das Tier in Österreich geboren, gemästet und geschlachtet wurde“, informiert Projektleiterin Helga Kraushofer. Sie verweist dabei auch auf die Schweiz, ein Vorbild in Sachen für die Kennzeichnung der Herkunft von Fleisch in der Verpflegungs-Gastronomie. Seit 1996 gibt es dort für die Außer-Haus-Verpflegung eine verpflichtende Kennzeichnung, die einfach und unbürokratisch funktioniert. Seit 2003 muss auch das Herkunftsland sowie die Haltungsform von Eiern angegeben werden.

„Wenn die verwendeten Lebensmittel nicht ausschließlich in Österreich produziert werden, kann die Speise mit der blauen Lupe gekennzeichnet werden. Diese verweist darauf, dass ein Teil der Verarbeitung im Ausland stattgefunden hat“, erklärt Kraushofer weiter und ergänzt: „Die Landeskrankenhäuser beteiligen sich bereits an der Initiative, die nun auch Kontrollen unterliegt. Die Kantine in der Landwirtschaftskammer wurde vor kurzem als erste Einrichtung zertifiziert.“


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