Pernkopf und Köstinger zu "40 Jahre Anti-Atom"
WIESELBURG/NÖ. Am 5. November 1978 fand die Volksabstimmung über die Inbetriebnahme des AKW Zwentendorf statt. 50,5 Prozent sprachen sich dagegen aus, 30.068 Stimmen betrug der Unterschied.“Danke für die Weitsicht jener, die sich 1978 gegen die Inbetriebnahme des AKW eingesetzt haben“, freut sich der aus dem Bezirk Scheibbs stammende LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP)am Jahrestag.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf führt anlässlich des Jahrestages weiter aus: „Ich bin sehr stolz und möchte mich bei denen bedanken, die sich 1978 gegen die Atomkraft eingesetzt haben. Nach mehreren schweren Zwischenfällen, allen voran Tschernobyl und Fukushima, sind die Österreicherinnen und Österreich heute mehr denn je gegen Atomkraft.“
Auch in der jüngsten Vergangenheit hat Niederösterreich etwas gegen den weltweiten Ausbau der Atomkraft getan. „Wir haben insgesamt 110.000 Unterschriften gegen den Ausbau von Dukovany und gegen ein grenznahes Atommüll-Endlager gesammelt. Das sind schon eindeutige Argumente. Außerdem darf es keine Subventionen mehr für den Ausbau der Atomkraft geben. Denn ohne Subvention wäre jedes AKW unrentabel. Unsere Nachbarn sollten genauso auf den Ausbau der Erneuerbaren Energie setzen. Das wäre dort genauso möglich, statt die größten Sicherheitsrisiken auszubauen“, meint Pernkopf.
Bundesministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ergänzt: „Die Österreicherinnen und Österreicher haben sich vor 40 Jahren richtig entschieden, nämlich für ein atomkraftfreies Österreich. Atomkraft ist keine nachhaltige oder zukunftsträchtige Technologie. Daher kämpfen wir auch gemeinsam gegen den Ausbau von Atomkraft in ganz Europa. Unser Weg sind die erneuerbaren und damit umweltfreundlichen Energieträger. Österreich ist hier ein Vorbild, wir erzeugen mehr als 70 Prozent unseres Stromes aus erneuerbaren Trägern. Bis 2030 wollen wir 100 Prozent schaffen.“
Niederösterreich deckt Strombedarf aus Erneuerbaren Energieträgern
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich im Energiebereich bereits viel getan. „In Niederösterreich erzeugen wir seit 2015 100 Prozent unseres Strombedarfs mit Hilfe von Wasser, Wind, Sonne und Biomasse. Die Zustimmung für diese sauberen Energieträger liegt in der Bevölkerung bei 91 Prozent. Diese Energiewende ist die glaubwürdigste und lohnendste Antwort auf den Klimawandel“, so der LH-Stellvertreter. Erfreulich ist auch die Nachnutzung des EVN-Kraftwerkes in Zwentendorf. Anstelle von Atomstrom wird dort heute sauberer Sonnenstrom erzeugt. „Das AKW ist damit zum Sonnenkraftwerk geworden, ein schönes Symbol für unsere Energiewende“, sagt Pernkopf abschließend.


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