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WIESELBURG-LAND. Zum dritten mal bot das Schloss Weinzierl als Veranstaltungsort den Rahmen für den Fachtag Landtechnik der Wintertagung des Ökosozialen Forums. Die Möglichkeiten des modernen Pflanzenschutzes waren das Thema der diesjährigen Fachtagung, die auch von Referenten und Teilnehmer aus dem benachbarten Ausland besucht wurde.

Blick in die AulaFoto: Ewald Luger/HBLFA Francisco Josephinum
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Unter der Moderation von Anni Pichler von der Bauernzeitung OÖ erfuhren und diskutierten rund 180 Teilnehmer - darunter auch 60 Schüler des Francisco Josephinums - über die Möglichkeiten im modernen Pflanzenschutz: Was kann der modernere Pflanzenschutz, die Probleme mit Wirkstoffresistenzen, die aktuellen Entwicklungen in der Technologie der Pflanzenschutzgeräte aber auch bei der mechanischen Beikrautregulierung und in der Sensortechnik waren die Hauptthemen der Referenten. Die Diskussionen standen aber auch unter dem Leitthema der Wintertagung: Wer ernährt die Welt? Wer verzehrt die Welt? Wer erklärt die Welt?

Wirkstoffresistenzen - ein zunehmendes Problem

Nach einer Begrüßung durch den Leiter der Forschung am Francisco Josephinum Direktor-Stellvertreter Heinrich Prankl leitete der Generalsekretär Hans Mayrhofer in die Zielsetzung des Fachtags ein.

Im ersten Block erläuterte Hubert Köppl von der Landwirtschaftskammer OÖ die Funktionsweise, die Möglichkeiten und auch die Herausforderungen des modernen Pflanzenschutzes. Auf das zunehmende Problem der Wirkstoffresistenzen ging Bodo Peters von Bayer CropScience ein und forderte möglichst vielfältige Maßnahmen anzuwenden. In der darauffolgenden Podiumsdiskussion wies auch Alexander Bernhuber, Agrarreferent beim NÖ Bauernbund und Bundesleiter der Landjugend Österreich, auf die sensible öffentliche Wahrnehmung hin.

Der neuste Stand der Technik

Im zweiten Block wurde auf den Stand der Technik und die neuen Entwicklungen eingegangen. Ernst Herbst von der Prüftechnik in Hirschbach (Deutschland) erläuterte die Entwicklungstrends bei Pflanzenschutzgeräten. Die Potenziale bei der mechanischen Beikrautregulierung wurden durch Christoph Berndl von der Bildungswerkstatt erörtert, während Milan Hluchy von Biocont Laboratory auf alternative Methoden im ökologischen Pflanzenschutz hinwies. Peter Riegler-Nurscher von Josephinum Research zeigte Entwicklungstrends in der Sensortechnik auf und verdeutlichte dies unter anderem an Hand von Kamerasystemen zur Unterscheidung von Nutzpflanzen und Beikräutern.

Beispiele aus der Praxis

Der dritte Block war den Erfahrungen in der Praxis gewidmet. Hubert Seiringer von Seiringer Umwelttechnik berichtete über seine Erfahrungen im überbetrieblichen Maschineneinsatz bei Bio-Soja und Bio-Mais. Die Erfahrungen beim Einsatz von Steketee-Hackgeräten und auch die Zusammenarbeit mit dem Maschinenhersteller wurden von Roman Romstorfer von der Agrom KG in Raggendorf erörtert. Insbesondere die Kostendegression mit zunehmender Fläche ist ein wichtiger Aspekt, der von Franz Handler vom Francisco Josephinum dargelegt wurde. Helmut Edlinger, Geschäftsführer der Edlinger GmbH bietet chemischen Pflanzenschutz überbetrieblich an und verwies dabei auch auf die Haftungsfragen. Den Abschluss bildete Robert Winkler vom Maschinenring NÖ mit einem Ausblick auf die Potenziale im Pflanzenschutz durch die Digitalisierung.

Die angeregte Diskussion auch noch am Ende der Veranstaltung zeugte von der aktuellen Bedeutung des Themas in der Landwirtschaft. Von den Teilnehmern wurde das hohe Niveau der Fachtagung sowohl von den wissenschaftlichen Präsentationen als auch von den Erfahrungsberichten geschätzt.


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