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WIESELBURG. Egal ob Milch- oder Fruchteis – gerade im Sommer ist die kühle Süßspeise höchst beliebt. Tips stattete Konditor Harald Reschinsky einen Besuch ab, und warf bei der Eisherstellung einen Blick über seine Schultern.

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„Vor 130 Jahre, im Jahr 1888, wurde die Konditorei gegründet - und beim ersten Wieselburger Volksfest vor 90 Jahren bereits Eis und Mehlspeisen angeboten“, so Harald Reschinksky. „Ich setze auf klassische Sorten, wie Vanille, Haselnuss, Schokolade und Erdbeere“, erzählt Reschinsky und fügt hinzu: „Auf den Wunsch meiner Mitarbeiter haben wir auch Sorten wie Cookies oder Weiße Schokolade im Sortiment. Ansonsten halte ich nicht viel von ausgefallenen Bezeichnungen oder exotischen Kreationen, wie etwa mit Speck oder dergleichen.“

„Das Milcheis besteht im Wesentlichen aus Zucker, Traubenzucker, Wasser und Obers. Da es pasteurisiertet wird, wird es bei der Herstellung zunächst erwärmt, bevor es wieder abgekühlt wird. Das Fruchteis wird kalt hergestellt“, erklärt Harald Reschinsky während er das Mandeleis zubereitet. „Hin und wieder esse ich mal ein Eis“, antwortet der Konditor auf die Frage, wie oft er denn selbst am Tag Eis esse.

„Ich freue mich, wenn eine lange Schlange von Kunden vor unserem Geschäft steht und sie zufrieden sind“, so Reschinsky über seine schönesten Erlebnisse als Konditor in seiner Berufslaufbahn.

Zwischen März und Oktober herrscht Eiszeit

Zwischen März und Oktober ist Eiszeit - jeden Tag steht Harald Reschinsky um 8 Uhr morgens auf um 24 Sorten Eis zuzubereiten – auch am Wochenende, denn der Betrieb hat durchgehend geöffnet. „Heuer haben wir erstmals erst im April mit der Eisproduktion begonnen, in allen anderen Jahren zuvor immer bereits im März“, erzählt Harald Rschinsky. „Wir machen Geschäfte mit dem Wetter - besonders günstig für den Eisverkauf sind Tage an denen es warm ist, aber kein Badewetter herrscht“, verrät der langjährige Konditor.

„Ich habe die Konditorei 1985 übernommen und stelle auch seither das Eis her. In den vergangenen 33 Jahren bin ich nur einmal einen Tag krankheitsbedingt ausgefallen“, so Reschinsky über seine Arbeit, die er laut eigener Aussage auch im nächsten Leben wieder machen möchte. Anfang der 1990er Jahre baute er den Eissalon – laut eigener Aussage damals überdimensioniert.

„Mein Onkel sagte immer, dass man im freien nichts esse, sondern wenn dann, nur etwas zu trinken zu sich nehme – das 'draußen sitzen' etablierte sich jedoch und wurde bis heute eigentlich immer mehr“, erzählt Harald Reschinsky, dessen Mandeleis eben fertig wurde und nun nach vorne in den Salon kommt, um Kunden im Becher oder im Stanitzel serviert zu werden.


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