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Online Redaktion, 14.08.2019 18:41

YBBS/MOSTVIERTEL. Am 29. September wird bekanntlich der Nationalrat gewählt. In Ybbs präsentierten der Mostviertler Spitzenkandidat Alois Schroll, der niederösterreichische Spitzenkandidat Rudolf Silvan und der Landesparteivorsitzende Franz Schnabl (alle SPÖ) ihre Wahlkampfthemen. Am 22. August geht der Vorwahlkampf der SPÖ in Ybbs mit einem Besuch von Pamela Rendi-Wagner weiter.

V. l.: Rudolf Silvan, Alois Schroll und Franz Schnabl
V. l.: Rudolf Silvan, Alois Schroll und Franz Schnabl

„Nein, diesen Gefallen tue ich niemandem“, richtet der Ybbser Stadtchef Alois Schroll all jenen aus, die mit seinem Rücktritt als Bürgermeister rechnen, sollte er in den Nationalrat einziehen. „Ich werde Bürgermeister bleiben und auch bei den nächsten Gemeinderatswahlen wieder antreten“, stellt er klar. Er wolle sein künftiges Nationalratsmandat nutzen, die Themen der Region in das Parlament zu bringen. Gemeinsam mit seinen Parteikollegen Franz Schnabl und Rudolf Silvan stellte er sich in Ybbs der Presse, um die SPÖ-Themen für die anstehende Wahl zu präsentieren.

Wahlziel: Vor der FPÖ

„Unser Ziel ist es, eine Ibiza-Koaliton (türkis-blaue Koalition; Anm.) zu verhindern und die türkis-blaue Mehrheit zu brechen“, so der Landesparteivorsitzende Schnabl. In Niederösterreich möchte man vor der FPÖ sein und ein Plus gegenüber dem EU-Wahlergebnis holen, erklärt Schnabl (die SPÖ erzielte bei der EU-Wahl in Niederösterreich 22,34 Prozent; Anm.). „Postenschacherei der übelsten Form und politisches Schauspiel“, hätte die türkis-blaue Regierung betrieben, kritisiert Niederösterreichs SPÖ-Chef. „Die kommende Wahlauseinandersetzung wird den Weg weisen. Geht der Sozialabbau und die arbeitnehmerfeindliche Politik von Türkis-Blau weiter oder wird der Weg frei für eine ehrliche Politik, die das leistbare Leben sowie Arbeit, Bildung und Sicherheit in den Mittelpunkt stellt“, so Schnabl.

Silvan will für Arbeitnehmer kämpfen

Der niederösterreichische Spitzenkandidat für die SPÖ, Rudolf Silvan, ist Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz und war zehn Jahre lang AUVA-Vorsitzender. „Für mich stehen ganz klar die Anliegen der Arbeitnehmer im Vordergrund: Das Recht auf eine sechste Urlaubswoche für jeden Arbeitnehmer nach 25 Dienstjahren, Entscheidungsfreiheit über eine Vier-Tage-Woche oder aber ein Mindestlohn von 1.700 Euro – das sind Themen, für die ich mich einbringen möchte“, so Silvan. Klimaschutz, leistbares Wohnen und Kinderbetreuung seien weitere Themen, die die SPÖ in den Mittelpunkt rücken möchte. Für Niederösterreich wird ein 365-Euro-Öffiticket gefordert.

Schroll mit Sicherheit und Bürgernähe

Der Ybbser Kandidat Schroll setzt auf „Sicherheit“. „Dabei geht es um sichere Arbeitsplätze genauso wie um die Sicherheit in der Gesundheitsversorgung. Ich trete ganz entschieden für eine Spitzenmedizin für alle ein und für die Sicherstellung der notfallmedizinischen Versorgung“, betont Schroll und verweist auf seinen „erfolgreichen Kampf für den Erhalt des NEF-Standortes (Notarztstützpunkt; Anm.) Ybss-Persenbeug“. Er kenne dank seiner gelebten Bürgernähe die Sorgen, Ängste und Wüsche der Menschen im Mostviertel – ihnen möchte er künftig auch im Parlament Gehör verschaffen. Dort hofft er auf eine Bundeskanzlerin Pamela Reni-Wagner – letztere wird dann am 22. August ab 18 Uhr in der Ybbser Donau Lodge vorwahlkämpfen.


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