Kultureller Austausch in den Pyrenäen
YBBSITZ. Die Eisenstraße-Gemeinde Ybbsitz ist Mitglied im Verein „Ring der Europäischen Schmiedestädte“ seit dessen Gründung im Jahr 2001.

Der Ring dient vor allem der Erhaltung des historischen Erbes sowie dem Erfahrungsaustausch zwischen den geschichtlich verwandten Schmiedegemeinden. Im 17. Jahr zählt die Städtegemeinschaft mittlerweile 18 Mitgliedsgemeinden aus ganz Europa – von Sizilien bis Norwegen, von der Ukraine bis in die Niederlande. Die Versammlung war vollzählig und fand diesmal in der Pyrenäen-Gemeinde Campdevánol an der Freser statt. Während der diesjährigen Hauptversammlung wurde unter anderem eine Statutenanpassung zur engeren Zusammenarbeit diskutiert. Die norwegische Partnergemeinde Øvre Eiker etwa will mit einer Neuformulierung der Vereinsziele den aktiveren Jugendaustausch zwischen den Partnern fördern. Die Ybbsitzer brachten einen Statusbericht über das Symposium „Iron Camp“ ein, das der Ring finanziell unterstützt.
Acht Köpfe aus Ybbsitz
Die achtköpfige Delegation aus Ybbsitz blickt auf eine erfolgreiche, aber auch spannende Reise in die Pyrenäen zurück. „Seit 2009 fahre ich regelmäßig zu den Ring-Treffen. Ich erlebe es jedes Mal als eine Übung der demokratische Kommunikation – und das in verschiedenen Spachen“, erzählt Delegationsmitglied Architekt Joseph Hofmarcher. Schmied und Delegationsmitglied Thomas Hochstädt: „Es ist wichtig, sich in ganz Europa für ein friedliches Zusammenleben zu vernetzen. Der Ring ist ein sehr gutes Beispiel dafür.“
Parallelen zu Ybbsitz
Der Ort Campdevánol und die Kleinregion lassen sich sehr gut mit Ybbsitz und der Eisenstraße vergleichen. Der Ort hat knapp 3500 Einwohner und ist einerseits von einer Geschichte des Erzabbaus und der Schmiedearbeit geprägt. Andererseits bilden heute einige expandierende metallverarbeitende Betriebe die rege wirtschaftliche Grundlage.


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