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YBBSTAL. Mit einer eigenen Unterschriftenaktion machen Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bereits seit Mitte Juni gegen die geplanten Atommüll-Endlager an der niederösterreichischen Grenze mobil. Die Unterschriftenaktion läuft bis zum 29. September auf www.energiebewegung.at/atommuell. Alle Unterschriften werden an den für Energieagenden politisch Zuständigen – LH-Stv. Stephan Pernkopf – übergeben. Er wird die Anliegen gegenüber der tschechischen Regierung vertreten.

  1 / 2   Bereits 40 Unterschriften aus Ybbsitz. Ignaz Röster (eNu), Bürgermeister Josef Hofmarcher, Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger (v. l.) Foto: eNu

Ein klares und flächendeckendes Bekenntnis Niederösterreichs gegen die Atomkraft und für 100 Prozent Erneuerbare Energie bringt die landesweite Unterschriftenaktion gegen das geplante Atommüllendlager in Tschechien.             „Mitte Juni haben wir die Unterschriftenaktion gestartet. Seither erreichen uns Unterschriftenlisten aus allen Landesteilen. Dabei können wir insbesondere auf die Unterstützung unserer Gemeinden zählen. Jede Unterschrift ist ein starkes Zeichen gegen die Atommüll-Endlager in unmittelbarer Nähe unserer Heimat“, so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).

Wohin mit dem Atommüll?

Tagtäglich produzieren Atomkraftwerke hochgiftigen Müll. Radioaktives Material braucht einmal ein Endlager, welches Erdbeben und tektonischen Verschiebungen standhalten muss und gegen den Eintritt von Wasser dauerhaft geschützt sein muss. Tschechien ist seit 2016 auf der Suche nach einem Endlager-Standort, mehrere potentielle Standorte sind derzeit bekannt und werden geprüft. Darunter etwa Čihadlo, nur rund 21 Kilometer von der Staatsgrenze entfernt. „Österreich hat sich bereits 1978 gegen die Atomkraft entschieden. Nicht zuletzt, weil Atomkraft ein großes Risiko für unsere Regionen darstellt. Niederösterreich zeigt, dass eine zukunftsfähige Energiewende möglich ist“, erklärt Herbert Greisberger Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich.

Bis 29. September unterschreiben

Neben der Möglichkeit online auf www.energiebewegung.at/atommuell zu unterschreiben, liegen auch Unterschriftenlisten in Niederösterreichs Gemeindeämtern auf. Auch der Ybbsitzer Bürgermeister Josef Hofmarcher freut sich über die Beteiligung in seiner Gemeinde: “Bisher konnten wir in Ybbsitz über 40 Unterschriften gegen das geplante Atommüllendlager sammeln. Die Sicherheit unserer Bevölkerung steht an erster Stelle und ist jedenfalls eine Unterschrift wert!“

„Wir möchten im Bezirk Amstetten ein starkes Zeichen gegen die Atomkraft setzen und setzen uns mit Hochdruck dafür ein die Atommüll-Endlager von unserer Grenze fernzuhalten. Ich hoffe, dass viele noch die Möglichkeit nutzen sich bis Ende September in eine Unterschriftenliste auf den Gemeindeämtern einzutragen“, unterstreicht auch Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger die Wichtigkeit der Aktion.


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