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YBBSITZ. Um die Stromversorgung aus eigener Wasserkraft auch in den nächsten Jahrzehnten sicherzustellen, investierte die RIESS KELOMAT GmbH vier Millionen Euro in ein viertes Kraftwerk.

Foto (v. l.): Rudolf Fritsch, NR Andreas Hanger, Friedrich Riess, Julian Riess, ÖVP-Bürgermeister Josef Hofmarcher (Ybbsitz), Pater Vitus, Vizebürgermeister Mario Wührer (Waidhofen/Ybbs).  Foto: Concept Consulting

Die feierliche Eröffnung und Präsentation des NEU errichteten Kraftwerks Gaissulz mit neuer Fischaufstiegshilfe in einem Festakt mit Segnung fand am Samstag, dem 16. September statt.

2016 war beim niederösterreichischen Kochgeschirrhersteller und Emaillierer RIESS KELOMAT GmbH das Jahr nachhaltiger Investitionen.

Um die Stromversorgung aus eigener Wasserkraft auch in den nächsten Jahrzehnten sicherzustellen, wurden insgesamt EUR 4 Millionen Euro in ein viertes Kraftwerk investiert. Der Spatenstich für den Neubau war im September 2015, das Werk ging im September 2016 in Betrieb und nun erfolgtedie feierliche Eröffnung mit zahlreichen Ehrengästen und allen Mitarbeiten. ÖVP-Nationalratsabgeordneter Andres Hanger dankte der Familie Riess für ihre Bereitschaft zu derartigen nachhaltigen Investitionen.

Nachhaltiges Wirtschaftenhat bei RIESS KELOMAT lange Tradition

Man folgt mit dieser Investition ganz der Tradition erklärt Friedrich Riess (neben Julian Riess und Susanne Rieß einer der drei Eigentümer des Familienunternehmens in neunter Generation): „Unsere Großväter Josef, Julian, und Leopold Riess erkannten, dass die fossile Rohstoffquelle Steinkohle endlich ist und der ständige Ruß, die Umwelt verunreinigt. So wurde bereits 1926 das erste Wasserkraftwerk gebaut und alle Maschinen wurden fortan mit niemals versiegendem, sauberem Strom betrieben.“

Die Großväter Riess errichteten auch bereits damals die erste Fischleiter um den Fischen den Zugang zu ihren Laichplätzen weiterhin zu ermöglichen und so das Gewässer fischbar zu erhalten. Heute ist Riess Kelomat GmbH der einzige Geschirrerzeuger, dessen Fertigung eine positive CO2-Bilanz aufweist.

Das Kraftwerk sichert die Stromversorgung auch künftig

Das Werk wird durch den Bau des neuen Kraftwerks nun mit Strom aus insgesamt vier Wasserkraftwerken betrieben. Man erzeugt mehr Strom, als man selbst benötigt und speist den Überschuss als grünen Strom in die Netze. Friedrich Riess ergänzt: „Wir sichern mit dieser Investition unsere Stromversorgung auch für die nächste Generation und können weiterhin CO2-neutral produzieren. Überdies bemühen wir uns darüber hinaus alle Auswirkungen auf die Natur in einem verträglichen Rahmen zu halten und Grenzwerte deutlich zu unterschreiten.“

Fakten zum vierten Kraftwerk

Das neue Kraftwerk ging nach langwieriger Planung und einjähriger Bauzeit und einem Monat Testbetrieb im September 2016 in den Vollbetrieb. Parallel zum Neubau wurden circa 5km neue 20 KVA (davor 3 KVA) Leitungen vom Kraftwerk über Weyretsau bis in die Firma nach Ybbsitz gelegt und zwei neue Trafostationen in der Weyretsau und im Betrieb Ybbsitz errichtet. Überdies wurde eine lange Fischaufstiegshilfe als Schlitzpass mit 58 Becken (pro Becken 3m x 2m x 1,2m) errichtet. Die Kosten dafür betrugen ca. EUR 1 Mio €. Der Fischaufstieg ist so bemessen, dass Kleinfische wie die bodenorientierte Koppe, aber auch Huchen mit Längen über 80cm aufsteigen können.

Turbine: doppelt regulierte vertikale Kaplanturbine mit direkt gekoppeltem Mittelspannungssynchrongenerator - ausgelegt für einen möglichen Inselbetrieb.

Maximalleistung: Altes Kraftwerk: 720 KW

Neues Kraftwerk: 1150 KW, d.h. gesamt möglich bei voller Wassermenge von 27 m3/s: 1870 KW.

Energieverlust durch Fischaufstiegshilfe: ca. 200.000 KW/Jahr – 400 Liter /sec.


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