WAIDHOFEN/YBBS. Am Freitag, 28. April 2023, wird um 19 Uhr zur Vernissage von Birgit Zinners „Linking Miss“ in die Waidhofner Stadtgalerie geladen. Zur Ausstellung spricht Aloisia Moser. Kuratiert wird die Ausstellung, die bis 28. Mai zu sehen ist, von Klaudia Stöckl.

Auf den ersten Blick muten die Kunstwerke von Birgit Zinner leicht und verspielt an. Vermutlich wegen der kontrastreichen Farben und der abstrakten Formen. In der Ausstellung „Linking Miss“ wird jedoch nicht nur Einblick in ein umfangreiches Werk gegeben, sondern auch in das komplexe Gedankenkonstrukt dahinter.
Verschiedenartige Medien
Cut-Outs, Objekte, Zeichnungen, Fotos und Videos – trotz oder gerade wegen der Verschiedenartigkeit der Medien erschließt sich die Vernetzung und Verflechtung der einzelnen Arbeiten untereinander. Die zugrundeliegende komplexe und stringente, iterative Arbeitsweise tritt hervor. Konzept und Zufall finden ihren Platz und Reflexion und Interpretation sind selbstbezüglich Teil der Arbeit. Auch die Position des Betrachters wird einbezogen sowie die der Künstlerin und deren Verbindung zu ihrem Kunstwerk.
Linking Miss ist zugleich Missing Link
Besonderes Augenmerk gilt den Missing Links, den Bindegliedern zwischen den Werkgruppen und Techniken: Zwischen Objekt und Bild, zwischen Singulärem und Gruppen/Serien, zwischen Grafik und Malerei, zwischen Foto und Bild, zwischen Altem und Neuem. Gezeigt werden aktuellste Bildobjekte und Objekte und Videos, die gerade fertiggestellt und noch nie gezeigt wurden in Kontext mit älteren Arbeiten. Die Pläne und Zeichnungen unterstützen einerseits das Verständnis der Gedankenwelt und zeigen andererseits wiederum selbstreferenziell die Beschränkungen eines totalitären Anspruchs auf Erkenntnis auf. Der Titel der Ausstellung bezieht sich also einerseits auf diese fehlenden und ergänzenden Teile in der Werkstruktur, andererseits auch auf die Rolle der Künstlerin, die die durch das Zusammenfügen konstruktive Kunst schafft.


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