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Opponitzer Wanderwege laden zu Herbstwanderungen

Karin Novak, 29.09.2021 10:54

OPPONITZ. Nach der Hitze des heurigen Sommers freuen sich die Wanderer auf  einen milden Herbst, mit all den Höhepunkten, die uns die Natur um diese Jahreszeit zu bieten hat. Auch in Opponitz laden die zahlreichen gepflegten Wanderwege zu herbstlichen Wanderungen ein. 

Mitglieder des Opponitzer Tourismusvereins zeichnen für die Sanierung der Aussichtswarte verantwortlich. (Foto: zVg)

Damit allerdings der, von den Wanderern geschätzte, gute Standard dieser Wege gesichert werden kann, bedarf es deren ständigen Pflege. Hier sind vor allem die freiwilligen Helfer aus den Reihen der Mitglieder des Opponitzer Tourismusvereines gefragt, die über Initiative des ehemaligen Obmannes Rudi Kefer immer wieder zu ihren Werkzeugen und Geräten greifen und hier hervorragende Arbeit leisten.

Bau der Aussichtswarte Ende 19. Jahrhundert

Diese Aussichtswarte, genannt „die Kanzel“, wurde während des Baues der Ybbstalbahn (1890–1896) errichtet. Bauarbeiter, meist italienischer Herkunft, nützten die Kanzel um dort ihre Freizeit zu verbringen. Aber auch amtliche Inspektoren der damaligen k.u.k.-Bahnaufsichtsbehörde verwendeten die Kanzel als Kontrollposten. Sie konnten von hier den Bauabschnitt der Ybbstalbahn vom Bauernhaus Rinnwag bis zum nördlichen Tunneleingang genauestens beobachten. Im Verlauf der nächsten Jahrzehnte war die Kanzel oft dem Verfall preisgegeben. Meistens betreuten sie die Besitzer des nahe liegenden „Pumhäusls“ (Molterer, jetzt Koch). In den Nachkriegsjahren wurde dieses Ausflugsziel durch Roman Molterer wieder begehbar gemacht und somit vor dem Verfall gerettet.

Sanierung der Molterer Aussichtskanzel

Im Sommer 1986 wurde die Kanzel durch freiwillige Helfer des Fremdenverkehrsvereines vollständig neu errichtet und mit einer eisernen Stiege versehen. 2006 gestaltete die Opponitzer Landjugend im Zuge eines „Projektmarathons“ diese historische Stätte und den Aufstieg zur Kapelle neu. Heuer um Spätsommer war es dann wieder einmal soweit. Der Steig wurde durch die bewährte Gruppe um Ex-Obmann Rudi Kefer teilweise neu gegraben und verbreitert. Der Kanzelfelsen wurde durch Hermann Hofbauer jun.  von den sichtbehindernden Stauden befreit und die ursprüngliche Aussicht wieder hergestellt. Besonderer Dank gebührt den freiwilligen Helfern und den Grundeigentümern Robert Eder und Leopold Koch, ohne deren Entgegenkommen diese Sanierung der Kanzel und des Steiges nicht möglich gewesen wäre. Der Tourismusverein wünscht allen Wanderern ein schöne Herbstsaison und eine gemütliche Einkehr in den Wanderstationen Bruckwirt Tazreiter, Osteria, Schluchtenhütte und Rodelhütte.


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