Weltbienentag am 20. Mai
NÖ. Ab Mitte Mai dürfen auch frostempfindliche Gemüsepflanzen ins Beet umziehen. Um reichlich Früchte auszubilden, sind viele unserer Kulturpflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Mit dem Weltbienentag am 20. Mai werden deshalb alle fleißigen Bienchen geehrt.

Honigbienen gehen der Bestäubungsarbeit emsig nach. Ihre wilden Schwestern, die Wildbienen, sind im Hinblick auf die Bestäubungsleistung wahre Meisterinnen. Für die Bestäubung eines Hektars Apfelkultur braucht es bis zu 100.000 Honigbienen, aber nur 530 Weibchen der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta).
Hummeln zählen zu den Wildbienen
Hummeln, die auch zu den Wildbienen gehören, schütteln durch ihren schnellen Flügelschlag die Pollen aus den Blüten, wodurch sie für einen reichen Fruchtansatz bei Paradeisern sorgen. Wildbienen benötigen als Nahrung für sich und ihre Nachkommen vor allem Nektar und Pollen heimischer Wildpflanzen. Mit der Anlage naturnaher Blühflächen und der richtigen Pflanzenwahl im Garten, können wir unseren Wildbienen ganzjährig einen bunt gedeckten Tisch bieten. Mehr zum Thema findet sich unter www.naturimgarten.at und www.bluehsterreich.at.
Erhalt der Wildbienen essenziell
„100 der für den Menschen wichtigsten Kulturpflanzenarten sind zu 80 % von Bestäubern abhängig. Global gesehen liegt der ökonomische Wert der Bestäubung bei über 150 Milliarden Euro pro Jahr. Der Erhalt und die Förderung heimischer Wildbienenarten ist für den Menschen also essenziell“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.
Bepflanzungsidee „Hummelkasten“
Benötigtes Material (für Standardhochbeet 120 cm x 80 cm): 10 Stück Steppen-Salbei (Salvia nemorosa, auch Gartensorten der Art), 3 Paradeispflanzen, Samen von Hornklee, Rotklee und Borretsch sowie 3 Stützstäbe für die Paradeiser. Nun in gleichmäßigem Abstand zu beiden Seiten der Beetfläche – 15 cm von der Mittellinie entfernt, je fünf (insgesamt also zehn) Stück Salbei – pflanzen. Rundherum werden Klee und Borretsch locker eingesät. Ab Mitte Mai können entlang der Mittellinie die drei Paradeispflanzen im Abstand von etwa 50 cm zueinander gepflanzt werden.


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