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WAIDHOFEN/YBBS. Einen ganz besonderen Adventkranz durfte WVP-Bürgermeister Werner Krammer von der Kuratorin der Evangelischen Pfarre Inge Janda und Pfarrer Siegfried Kolck-Thudt entgegennehmen. Nicht nur vier große Kerzen für jeden Adventsonntag schmücken diesen großen Kranz, sondern auch so viele kleinere, dass an jedem Tag im Advent eine Kerze entzündet werden kann.

Bürgermeister Werner Krammer (l.) bedankte sich bei Inge Janda und Pfarrer Siegfried Kolck-Thud für den schönen Adventkranz.Foto: Stadt Waidhofen

„Weihnachtliche Bräuche und Traditionen vermitteln ein Gefühl von Gemeinsamkeit und wecken in uns schöne und vertraute Erinnerungen: ob beim Singen und Musizieren von Advent- und Weihnachtsliedern, beim Backen von Keksen oder beim gemeinsamen Anzünden der Kerzen auf dem Adventkranz“, bedankte sich Bürgermeister Werner Krammer herzlich bei Inge Janda und Pfarrer Siegfried Kolck-Thud für dieses besondere Geschenk.

Der „Wichernkranz“

Die Ursprünge der Adventskranz-Tradition gehen ins 19. Jahrhundert zurück. Um den Kindern zu helfen, gründete der evangelische Theologe Johann Heinrich Wichern im Jahr 1833 das „Rauhe Haus“ zur „Rettung verwahrloster und schwer erziehbarer Kinder“ in Hamburg. Da die Kinder im Advent ständig fragten, wie lange es denn noch bis Weihnachten sei, stellte Wichern 1839 ein großes Wagenrad auf und befestigte darauf so viele Kerzen, wie es Tage vom ersten Advent bis zum Heiligen Abend waren. Jeden Tag wurde eine neue Kerze angezündet - eine kleine für die Werktage, eine große für die Advent-Sonntage. Die Kinder wussten dadurch immer, wie viele Tage es noch bis Weihnachten sind. Später wurde der Kranz auch mit Tannengrün geschmückt und setzte sich in den evangelischen Kirchen und Privathaushalten bis Anfang des 20. Jahrhunderts allgemein durch. 1925 soll auch erstmals ein Kranz in einer katholischen Kirche in Köln gehangen haben.


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