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KEMATEN/YBBS. Der deutsche Knorr-Bremse Konzern sichert sich einen Großauftrag über die Ausstattung von 606 neuen U-Bahn-Wagen für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Im Rahmen dieses Multi-System-Auftrags wird die Knorr-Bremse-Tochter IFE aus Kematen/Ybbs Einstiegssysteme an Stadler Deutschland liefern und über 32 Jahre für die Ersatzteilversorgung sowie digitale Wartungsservices verantwortlich sein.

Knorr-Bremse sichert sich einen Großauftrag über die Ausstattung von bis zu 1.500 neuen U-Bahn-Wagen für die Berliner Verkehrsbetriebe. Foto: BVG

Der Rahmenvertrag der BVG beinhaltet weitere Optionsabrufe, so dass sich das Gesamtausrüstungsvolumen auf bis zu 1.500 Wagen belaufen kann. Der Auftragswert für den Knorr-Bremse Konzern liegt für Erstausrüstung und Service im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Zuverlässigkeit über gesamten Produktlebenszyklus

IFE wird erstmalig mit Einstiegssystemen in U-Bahnen von Stadler Deutschland vertreten sein. „Für unsere Konzernmarke IFE, Weltmarktführer für Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge, ist dies einer der größten Aufträge ihrer Unternehmensgeschichte. Mit unserer Technologie bieten wir dem Betreiber ein Höchstmaß an Zuverlässigkeit, Komfort und Sicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus“, erläutert Peter Radina, Mitglied der Geschäftsführung der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH.

Weiterentwickelte Systeme 

Konkret werden für die neuen Fahrzeuge weiterentwickelte Einstiegssysteme des Typs RLS von IFE eingesetzt, die sich bei der U-Bahnflotte der BVG bereits in vorangegangenen Bauserien anderer Fahrzeughersteller als höchst zuverlässige Schwenkschiebetürsysteme bewährt haben. Die Systeme werden mit moderner Einklemmerkennung und LED-Beleuchtung auf den Türflügeln ausgestattet und tragen zu zügigem, sicherem und barrierefreien Zu- und Aussteigen bei. Das Angebot von hochinnovativen und gleichzeitig diensterprobten Technologien hatte sich insgesamt bei der Vergabe als ein entscheidender Faktor erwiesen.

Materialversorgung über 32 Jahre inklusive digitaler Services

Insgesamt wird Knorr-Bremse über 32 Jahre Ersatzteile für die Technologien liefern und das Obsoleszenzmanagement für den Lieferanteil des Konzerns übernehmen. Durch diese Maßnahmen bleiben die gelieferten Systeme über die Vertragsdauer einsatzfähig, die ungewollte Abstellung von Fahrzeugen wegen Nichtverfügbarkeit von Komponenten wird vermieden und ein langes Betriebsleben der Züge ermöglicht. Mittels datengetriebener, zustandsorientierter Wartung (Condition Based Maintenance) werden zudem zunächst bei den Einstiegssystemen die Verfügbarkeit erhöht und die Betriebskosten durch effiziente Wartungszyklen optimiert.

Erneuerung und Erweiterung des Fuhrparks

Mit der Anschaffung von bis zu 1.500 Wagen – inklusive Optionen – wird der existierende U-Bahn-Fuhrpark der BVG über das kommende Jahrzehnt sukzessive erneuert und erweitert werden können, um perspektivisch steigenden Passagierströmen und dem wachsendem Bedürfnis nach schneller und effizienter Mobilität Rechnung zu tragen. Über den beauftragten Basisabruf hinaus kann Knorr-Bremse – sofern die Option gezogen wird – Stadler zwischen dem ersten Quartal 2026 und bis Beginn 2031 mit Technologien für bis zu 894 weitere Wagen beliefern. Die erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zwischen Stadler Deutschland und Knorr-Bremse bestehen seit 2001 für zahlreiche Bahntypen.

IFE – Tochter von Knorr-Bremse

IFE mit Hauptsitz in Kematen/Ybbs entwickelt, produziert und vertreibt elektrisch angetriebene Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge. Zusammen mit Fahrzeugherstellern und Betreibern verfolgt IFE konsequent das Ziel, Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge zu verbessern und den Markt mit innovativen Impulsen zu beleben. IFE setzt neue Maßstäbe bei Schiebe- und Schwenkschiebetüren sowohl für Straßen- und U-Bahnen als auch für S-Bahnen und Regionalverkehr bis hin zu Hochgeschwindigkeitszügen. Mehr als 1 Mio. IFE Einstiegssysteme sind weltweit täglich im Einsatz. IFE ist eine Division der Knorr-Bremse GmbH in Mödling und gehört der Knorr-Bremse Gruppe an.


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