„Glauben hoasst nix wissen“ im neuen Programm von Lydia Neunhäuserer
ZELL/PRAM. Sie hält sich selbst für einen lustigen Menschen – zumindest dann, wenn sie genug Schlaf bekommen hat. Und das sehen auch andere so. Mit ihrem neuen Kabarettprogramm „Glauben hoasst nix wissen“ steht Multitalent Lydia Neunhäuserer aus Zell an der Pram derzeit auf der Bühne.

Tips: Nach Ihrem Debütprogramm „Lachen ist ansteckend – impfen schützt“ stehen Sie derzeit mit Ihrem zweiten Stück „Glauben hoasst nix wissen“ auf der Bühne. Wovon handelt es?
Lydia Neunhäuserer: Im neuen Programm wird sowohl das Thema Glauben in seiner vielfältigen Weise als auch so manches nützliche und unnütze Wissen auf die Bühne gebracht. Ich stelle eine neue Bet-App für Jugendliche vor. Sie erfahren, welche Sorgen der Teufel hat, wie es klingt, wenn Firmlinge sternsingen und welche Diagnose ein Schwede bekommt, wenn er von der Frau vor die Tür gesetzt wird. Völkerverbindende Liedertexte mit bekannten Melodien, begleitet von der Ukulele, sind die musikalische Würze im neuen Programm.
Tips: Wie haben Sie Ihre Leidenschaft fürs Kabarett entdeckt?
Neunhäuserer: Gemeinsam mit anderen Frauen studiere ich jährlich einen selbst erfundenen Sketch für den Frauenfasching – heuer am 8. Februar in Schloss Zell an der Pram – ein. Bei diesen Auftritten habe ich die Leidenschaft für das Spiel auf der Bühne entdeckt. Es macht mir großen Spaß, mit dem Publikum in Kontakt zu sein und auch spontan auf die Zuschauer einzugehen.
Tips: Was ist das für ein Gefühl, andere Menschen zum Lachen zu bringen?
Neunhäuserer: Für mich ist es ein sehr gutes Gefühl, wenn ich Menschen durch Komik, Witz und Spontaneität zum Lachen bringen kann. Es kommt aber auch immer wieder vor, dass das Publikum mich zum Lachen bringt. Das sind echte Highlights. Einen humorvollen Blick auf Alltagsdinge zu werfen, befreit und man sieht so manches wieder gelassener.
Tips: Verarbeiten Sie persönliche Erlebnisse in Ihren Stücken?
Neunhäuserer: Ich würde es nicht als Verarbeiten bezeichnen, aber es kommen natürlich viele Themen vor, die mich auch selbst betreffen, von pubertierenden Kindern über Glaubenszweifel, Unzufriedenheiten mit dem „System“ bis zu Geschichten, die ich erzählt bekomme. Selbst Erlebtes und Beobachtetes kommt besonders authentisch beim Publikum an.
Tips: Wo finden Sie Inspiration?
Neunhäuserer: Die meiste Inspiration hole ich mir aus meinem Alltag mit der Familie, aus Kabarettseminaren und auf der Bühne selbst.
Tips: Wo und wann kann man Sie auf der Bühne sehen?
Neunhäuserer: Das neue Programm können Sie am 17. März in Hofkirchen an der Trattnach und am 10. April in St. Marienkirchen an der Polsenz sehen. Ich spiele auch nach wie vor das Programm „Lachen ist ansteckend – impfen schützt“.
Tips: Sie schreiben aber nicht nur Kabarettprogramme, sondern haben auch bereits drei Bücher mit Mundartgedichten veröffentlicht. Im März erscheint Ihr zweites Kinderbuch. Worum geht's?
Neunhäuserer: Das Buch heißt „Ente Frieda ist dann mal weg“ und handelt von einer Ente, die auf der Suche nach ihren Talenten ist und dabei verschiedene Tiere trifft. In dem Buch gibt es auch ein Entenlied, das von der Einmaligkeit jedes Menschen handelt. Kinder haben bei einem Workshop die Tiere illustriert und Regina Pillgrab aus Ottensheim hat die Bilder dazu gemalt.
Tips: Mit welchen Herausforderungen wird man konfrontiert, wenn man für Kids im Kindergarten- und Volksschulalter schreibt?
Neunhäuserer: Die Herausforderung besteht darin, eine möglichst einfache und doch ansprechende Sprache zu finden. Die Dialoge, die die Ente mit den Tieren führt, sind gereimt. Das gefällt den meisten Kindern.
Tips: Wann haben Sie mit dem Schreiben begonnen?
Neunhäuserer: Ich schreibe schon seit meiner Jugend Gedichte, Märchen und Mundarttexte.


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