Fingerspitzengefühl und Leidenschaft
ZELL. Die Pramtaler Sommeroperette (PSO) gehört zu den größten Kulturveranstaltungen des Innviertels. Ein wichtiger Bestandteil dieses Kulturjuwels ist das Orchester sINNfonietta. Obmann des Orchesters ist Josef Dantler.

Tips: Herr Dantler, auf welche musikalischen Highlights dürfen sich die Gäste der diesjährigen Pramtaler Sommeroperette freuen?
Dantler: Die bekanntesten Melodien sind sicher unter anderen das Duett der beiden Leutnants Rudi und Mucki „Das ist der Zauber der Montur“ sowie das Walzerlied des Gerichtsassessors Roland im ersten Finale „Sei gepriesen, du lauschige Nacht, hast zwei Herzen so glücklich gemacht“. Grundsätzlich denke ich, ist es ein volkstümliches, eher sentimentales Werk, welches mit einer Fülle an ins Ohr gehender Melodien aufwartet. Die Handlung spielt im Original in Oberbayern. Da das Innviertel und Bayern gemeinsame Wurzeln haben, wird das Werk mit seiner Handlung und den wunderbaren Melodien mit Sicherheit großartig in den Innenhof des Schlosses Zell passen.
Tips: Wie viele Musiker werden im Einsatz sein?
Dantler: Das Orchester wird auch wie in den letzten Jahren 19 Musiker/innen umfassen. Diese Besetzung hat sich bewährt, denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir ohne jegliche Tontechnik und in keinem Orchestergraben spielen und wir den Besuchern das bestmögliche Klangerlebnis bieten wollen. Da bedarf es natürlich viel Fingerspitzengefühl in der Abstimmung zwischen den Sängern auf der Bühne und dem Orchester.
Tips: Wie lange bereitet sich Ihr Orchester für die Pramtaler Sommeroperette vor?
Dantler: Grundsätzlich ist unser Dirigent Karl Gerald von Anfang an bei den Bühnenproben dabei, die rund zwei Monate vor der Premiere beginnen. Dies ist auch wichtig, da er dann schon alle Abläufe, Sprünge und Änderungen kennt. Die erste Probe findet im Mai statt.
Tips: Ihrem Team bleibt damit nicht viel Zeit, um alles einzustudieren?
Dantler: Wie in jedem anderen Berufsorchester auch wird von jedem einzelnen Musiker erwartet, das Werk bis zur ersten Probe intus zu haben. Ich muss erwähnen, dass unsere Musiker hauptberuflich unterrichten oder anderweitig berufstätig sind und dennoch jeder den Orchesterjob mit großer Leidenschaft und Professionalität ausübt. Auf diese Professionalität bin ich als Obmann von sINNfonietta natürlich sehr sehr stolz


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