Maria Haas sitzt seit 40 Jahren an der Orgel
ETZEN. Es fällt erst auf, wenn die Orgel stumm bleibt. Fast in jeder Pfarre ist es eine Herausforderung, Nachwuchs auf diesem göttlichen Instrument zu finden. Immerhin dauert das Studium lange, bis man sich überhaupt an eine Messe heranwagt.

Maria Haas ist seit 40 Jahren als Organistin in der Pfarre Etzen tätig. Am 01. April 1979 trat sie über Ersuchen von Pater Adelbert diesen Dienst an und beeindruckt seither mit ihrem Können und musikalischem Talent die Kirchenbesucher. Wie wichtig die Kirchenorgel für eine stimmige Messfeier ist, bemerkt man immer erst dann, wenn kein Orgelwind erklingt. Das ist aber höchst selten der Fall, steht doch das Pflichtbewusstsein bei Maria Haas immer an oberster Stelle. Neben dem Einsatz an Sonn- und Feiertagen, Begräbnissen und Hochzeiten investiert sie sehr viel Zeit darin, für spezielle Anlässe mit Kindern und Jugendlichen musikalische Einlagen einzustudieren. So genießt nicht zuletzt durch diese Arbeit die jährliche Christmette in Etzen einen Ruf, der weit über die Grenzen der Pfarre hinausgeht.
Nachwuchs gesucht
Das Orgeln ist für Maria eine Herzensangelegenheit. Wie man ihren Aussagen entnehmen kann, bedeuten ihr diese 40 Jahre mindestens genauso viel wie die 40-jährige Tätigkeit als Lehrerin. Obwohl alle hoffen, dass sie noch viele Jahre als Organistin erhalten bleibt, wäre eine gewisse Entlastung für sie auch langsam angebracht. Ein großer Wunsch von ihr wäre es, die Orgeltätigkeit in geordneten Bahnen in jüngere Hände legen zu können. Vielleicht findet sich auch auf diesem Wege Nachwuchs, der das Orgeln genauso liebt, wie Maria.


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