Der glückliche Hund braucht nicht viel
ZWETTL. Der Hund ist der beste Freund des Menschen, sagt man. Darum will man auch, dass es ihm gut geht. Es sind nur einige wenige Grundbedürfnisse, die man beachten muss, dann hat man ein glückliches und zufriedenes Haustier.

Tips-Mitarbeiter und Hundeliebhaber Franz Fichtinger hat gemeinsam mit der Zwettler Tiertrainerin Sonja Turk und dem Zwettler Tierarzt Christian Rosenmayr nachstehende Expertise verfasst:Die Lieblingsbeschäftigung der Hunde ist Chillen. Sie benötigen mindestens 16 Stunden pro Tag, je nach Alter oder Gesundheitszustand auch mehr. Recherchiert man dazu im Internet, ist man sich diesbezüglich auf allen Seiten einig.
Warmer, trockenerRuheplatz
Fehlt die Ruhe, sind sie gestresst und bauen diesen Stress zum Beispiel durch Zerbeißen von Haushaltsgegenständen ab. Der sprichwörtliche „faule Hund“ ist ein Irrtum. Ein warmer und trockener Ruheplatz sollte selbstverständlich sein. Christian Rosenmayr gibt aber zu bedenken, dass etwa Blinden- oder Suchhunde auch ihr tägliches Trainingsprogramm absolvieren müssen. Am zweitliebsten erkunden Hunde ihre Umgebung. Sie sind neugierig. Das können sie beim täglichen Spaziergang ausleben, der sich ausschließlich über die Qualität definiert.
Schnüffeln, buddeln, spielen, plantschen
Absolut unangebracht ist das Herlaufen neben dem Auto. „Joggen und Radfahren mit Hund kann so gestaltet werden, dass es ihm Spaß macht“, erklärt Sonja Turk. Rosenmayr: „Es muss dem Alter, der Größe, der Rasse und der Kondition angepasst sein.“ Mindestens eine Stunde lang herumwuseln, schnüffeln, suchen, buddeln, spielen oder plantschen und der Hund ist zufrieden. Wichtig: Es ist der Spaziergang des Hundes und nicht der des Besitzers.Artgerechte Fütterung und Entleerungsmöglichkeiten sollten selbstverständlich sein, aber auch Liebe und Geborgenheit, Zuwendung und Ansprache sowie Spiel und Sicherheit.
Beziehung ist ganz wichtig
Für die liebevolle Integration in die Familie ist ein Hund sehr dankbar. Rosenmayr: „Beziehung ist ganz wichtig!“ Niemals Gewalt anwenden! Fell- und Körperpflege nicht vergessen! Hunde sind perfekte Anpassungskünstler und die sprichwörtlichen Gewohnheitstiere.
Einmal Balljunkie - immer Balljunkie
Wer seinen Hund zum Balljunkie erzieht, darf sich nicht wundern, einen solchen zu haben. Hunde werden meist als unschuldige und arglose Wesen geboren, erst durch den Menschen werden sie geformt. „Aber nicht immer“, erklärt Rosenmayr, „Prägung alleine macht keinen Charakter, auch Abstammung und Zuchtlinie sind wichtig, nicht unbedingt die Rasse.“ Wegen ihrer spezifischen Eigenschaften werden sie etwa zum Schlittenhund oder zum Jagdhund ausgebildet. Oder gar zum Kampfhund. „Es ist umgekehrt nicht möglich, jeden Hund zum Kampfhund zu erziehen, nicht jeder Hund auf der berühmten Liste ist automatisch ein gefährlicher Hund“, so Rosenmayr. Ist der Hundebesitzer souverän, gelassen und klug, vermittelt er Ruhe, Verlässlichkeit und Sicherheit. Das wirkt sich auch auf den Hund aus. „Jeder Hundebesitzer sollte eine von einem guten Hundetrainer angebotene Ausbildung absolvieren“, betont Rosenmayr.


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