Zeit, den grünen Daumen zu entdecken
ZWETTL. Landesrat Martin Eichtinger: „Aus aktuellem Anlass gilt es, daheim zu bleiben und soziale Kontakte auf ein Minimum zu beschränken: Deshalb starten wir die neuen Online-Services: „Bleib zu Hause, bleib im Garten.“ – „Natur im Garten“ hilft mit Tipps und Ratschlägen.“

Mit Frühlingsbeginn ist Zeit, den Garten, die Terrasse oder den Balkon zu gestalten. Aufgrund der Dringlichkeit soziale Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, bietet „Natur im Garten“ in dieser herausfordernden Zeit nicht nur Hobbygärtnern, sondern auch allen, die in dieser Zeit ihren grünen Daumen entdecken wollen, ein breites Online Angebot. „Ich lade alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ein, das breite Online Angebot zu nutzen und sich Tipps für das grüne Wohnzimmer zu holen. Aber auch bei der Gartenarbeit gilt, dass Tätigkeiten ausschließlich allein oder mit Personen, mit denen man zusammenlebt, erledigt werden“, so Landesrat Martin Eichtinger.
Das neue Online-Angebot von „Natur im Garten“
Die Experten von „Natur im Garten“ bieten ein umfangreiches Gartenwissen auf der Homepage, in Webinaren und Blog Beiträgen.
- Ein tägliches Webinar um 16 Uhr: Experten von „Natur im Garten“ bieten täglich um 16 Uhr live praktische Tipps für die Gartentipp und zur ökologischen Pflege.
- Laufend kurze Gartentipps und neue Videos auf den Social Media Kanälen
- Blog-Beiträge von anerkannten Ökologie-Profis, um den Garten fit zu machen. In den Rubriken „Tu es“, „Da schau her“ und „Entdecke den Garten“ geben Experten Einblick in die Zusammenhänge und Kreisläufe der Natur. Gespickt mit praktischen Tipps wird die Welt von Fauna und Flora von neuen Blickwinkeln betrachtet.
“Auch ohne Besuche in Gartencentern können Sie den Garten frühjahrsfit machen und die Nützlinge im Garten fördern. Richten Sie dem Igel und anderen Nützlingen ein wildes Eck im Garten ein oder bauen Sie mit wenigen Materialien ein Nützlingshotel. Neben Webinaren, Blog und Social Media finden Gartenfans auf www.naturimgarten.at umfangreiches Gartenwissen zu allen Themen rund um das grüne Wohnzimmer“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.
„Natur im Garten“ 2.0 im Überblick
- Homepage: www.naturimgarten.at
- Blog: blog.naturimgarten.at/
- Webinar: naturimgarten.at/veranstaltungen/webinare.html
- Facebook: facebook.com/naturimgarten
- Instagram: instagram.com/naturimgarten
Zehn Gartentipps für den Frühlingsbeginn 2020
Fitness im Garten
Regelmäßige Bewegung in Form von Gartenarbeit trägt zur eigenen Fitness und Gesundheit bei. Unkraut jäten verbrennt zirka 270 Kalorien pro Stunde. Zum Vergleich: Gymnastik verbraucht zirka 300 Kalorien pro Stunde. Die meisten Menschen tanken Kraft im eigenen Garten und genießen den Ausgleich in der Natur.
Igel
Die Igel erwachen schön langsam aus dem Winterschlaf. Den Igelb stellt man eine Schüssel Wasser auf und baut ihnen ein wildes Eck, in dem sie sich ausruhen und ihren Nachwuchs in aller Ruhe versorgen können. Falls man einen Rasenroboter hat, dann verwendet nan diesen nur tagsüber. Vor jedem Rasenmähen die Wiese oder den Rasen kontrollieren, ob nicht Igel oder andere Tiere gerade im Garten unterwegs sind.
Maulwurf
Maulwürfe graben unermüdlich – unter anderem nach Schädlingen. Auf dem Speiseplan stehen zum Beispiel Drahtwürmer, Nacktschnecken und auch junge Wühlmäuse. Die aufgeworfenen Hügel kann man etwa für Topfpflanzen nutzen, denn Maulwurferde ist toll aufgelockert.
Sträucher und Stauden
Einheimische Sträucher und Stauden genießen den höchsten Beliebtheitsgrad bei den Schmetterlingen. Sie bieten ihnen einfach alles: Naschquelle, Sonnendeck, Raupenfressplatz, Puppenhaus und Unterschlupf. Zusätzlich bieten schöne Naturhecken einen prachtvollen Sichtschutz.
Kulturschutznetze
Gegen die Möhrenfliege und andere Gemüsefliegen helfen Kulturschutznetze. Wichtig ist, dass die Netze keinerlei Löcher aufweisen und rundherum mit dem Boden bündig abschließen. Die Ränder sollten eingraben werden oder mit Brettern beziehungsweise Steinen beschweren werden. Wird das ganze Beet mit einem Netztunnel überbaut, können sich die Pflanzen ungestört entwickeln.
Bewässerung
Für das richtige Gießen gelten drei einfache Grundregeln: Regenwasser ist besser als Brunnen- oder Leitungswasser; nicht so häufig (je nach Witterung ein- bis dreimal in der Woche), dafür aber kräftig und nicht nur oberflächlich gießen; am besten morgens und nicht abends. Wenn am Abend gegossen wird, fördert maan dadurch Schnecken und Pilzkrankheiten. Standortgerecht gepflanzte Bäume und Sträucher können genügend Wasser aus dem Boden schöpfen. Und viele Kräuter und Stauden vertragen Trockenperioden – das hilft Wasser sparen.
Schädlinge
Im Naturgarten herrscht ein Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen. Hat sich die Wühlmaus trotzdem im Garten eingefunden, gibt es unterstützende Maßnahmen, um die lärm- und geruchsempfindlichen Tiere zu vertreiben: Flaschen schräg eingraben (Windgeräusche), Eisenstange in die Erde graben und mit einer zweiten mehrmals pro Woche dagegenschlagen, stark riechende Jauchen (zum Beispiel Holunderblätterjauche) ausbringen. Die Wurzeln gefährdeter Pflanzen (vor allem von jungen Obstbäumen und Blumenzwiebeln) durch einen Drahtkorb schützen.
Mehltau-Pilz
Der Mehltau-Pilz breitet sich von einigen mehligen Punkten ausgehend langsam auf Stängeln, Blätter und Knospen aus. Daher gilt: Wer schnell reagiert, hat schon fast gewonnen. Werden kranke Blätter und Pflanzenteile frühzeitig abgeschnitten, kann sich der Pilz nicht weiterentwickeln. Abgefallene kranke Pflanzenteile auch vom Boden entfernen! Sonst können sich die Pilzsporen von dort erneut ausbreiten. Istder Mehltau schon in Schwung, kann ein altes Hausrezept helfen: Molke und Rohmilch enthalten Enzyme, die dem Pilz zu Leibe rücken. Molke oder Rohmilch wird im Verhältnis 1 : 9 mit Wasser verdünnt. Damit werden die befallenen Pflanzen ein- bis zweimal wöchentlich in den frühen Vormittagsstunden besprüht. So kann die Mittagssonne keine Brandflecken verursachen.
Kräuter
Kräuter – sie heilen, duften, sind schön und locken eine Vielzahl von nützlichen Insekten an. Viele von ihnen sind wahre Sonnenkinder: Einen kargen Boden, wenig Feuchtigkeit und viel Sonne und Wärme – mehr brauchen sie nicht. An einer südseitigen Hauswand, auf einer Trockensteinmauer oder im Steinbeet fühlen sich die Kräuter so richtig wohl und belohnen uns mit aromatischen Blättern, wunderschönen Blüten oder würzigen Samen. Damit die Kräuter bei keiner Mahlzeit fehlen, ist der beste Platz für ein Kräuterbeet in der Nähe der Küche.
Wildbienen
Wildbienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern der heimischen Kulturpflanzen – und sie sind entgegen der Namensgebung nicht wild. Mit einer alten Konservendose und Schilfrohrstängeln kann man wunderbar kleine Nützlingsunterkünfte basteln. Nützlingshotels sollten in Richtung Süden ausgerichtet sein – ein paar Grade Abweichung sind aber nicht schlimm.


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