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Hospiz-Hotline: Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung ohne physischen Kontakt

Leserartikel Eva Leutgeb, 06.04.2020 09:21

NÖ. Die Corona-Krise verändert auch die Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung. Verluste treffen in dieser Situation besonders schwer. Wo Menschen gerade eine räumliche Trennung oder einen Abschied durchmachen, wo ein geliebter Mensch gerade im Sterben ist und dieser aufgrund der aktuellen Situation nicht besucht werden darf, oder wo ein Angehöriger verstorben und keine Teilnahme am Begräbnis möglich ist – dort kann ein Gespräch helfen.

Das Hospiz-Team von Zwettl, v.l.: Karin Mayer-Anibas, Franz Preiß MBA, Michaela Hofmann, Margareta Salzer, Martin Mikesch OA, Martin Prein Dr., Augustinus Haider, Melitta Wührer, Manuela Maurer, Gerlinde Pfeffer, Gabriele Nastberger, Sylvia Gutmann; Foto: Hospiz Zwettl

„Wenn etwas nicht mehr möglich ist, verändere es so, dass es anders möglich wird.“ Der Landesverband Hospiz NÖ hat deshalb eine „Hospiz Trauer Helpline NÖ“ ins Leben gerufen. Die Helpline ist durch Personal des Landesverbandes und durch Hospizkoordinatoren täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt. Mit diesem Angebot der „Hospiz und Trauer Helpline NÖ“ möchten der NÖ Landesverband Hospiz, die Kompetenzstelle Trauer und die niederösterreichischen Hospizteams Menschen in aktuellen Nöten in Abschieds- und Trauerprozessen unterstützen. „In einem Beratungsgespräch vermitteln Hospizexperten, dass hilfesuchende Menschen nicht alleine sind. Es geht darum, gehört und in Ängsten und Nöten ernst genommen zu werden. Vielleicht können unmittelbare nächste Schritte zur Bewältigung gemacht werden und es wird das Angebot der Kontaktherstellung zum nächsten regional zuständigen Hospizteam gesetzt, das dann eine kontinuierliche Begleitung übernimmt.“ so Klaudia Atzmüller, die Vorsitzende des Landesverbandes Hospiz NÖ.

Experten geben konkrete Hilfestellung

Wir wollen den Menschen in Niederösterreich, die die Helpline nutzen, in der Zeit von COVID 19 Sicherheit, Vertrauen und Hoffnung schenken. Wir wollen ein Beistand sein, und wo immer es möglich ist, die Einsamkeit und die Trauer erleichtern. Gerti Ziselsberger, Kompetenzstelle Trauer, betont: „Wir lassen Trauernde nicht alleine“. Gerade der Wegfall der Beerdigung als hilfreiches Ritual weckt viele Fragen: Wohin mit meinen Gefühlen? Wo und wie darf ich mich verabschieden? Welche Möglichkeiten gibt es? Die Hospizexperten geben dazu konkrete Hilfestellungen. Mit solchen und ähnlichen Fragen können sich alle Menschen, die in NÖ leben an die Hospiz-Trauer-Helpline NÖ täglich von Montag bis Sonntag von 8.00 – 20.00 Uhr wenden.  

Erfahrungsschatz der Experten nutzen

Ein Gespräch mit Experten der Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung kann entlastend wirken. „Aus unserem Erfahrungsschatz wurden Vorschläge und Anregungen für Angehörige zusammengetragen, die auf der Homepage des Landesverbandes Hospiz NÖ abrufbar sind https://www.hospiz-noe.at/news/wir-besprechen-uns-gern/. Wir zeigen Möglichkeiten auf, wie man auch ohne physischen Kontakt emotionale Verbundenheit ausdrücken kann. Wir bieten Unterstützung, um einen Weg in der Trauer zu finden, der den Betroffenen entspricht und jetzt möglich ist“, so der NÖ Hospiz Landesverband. Wo Menschen gerade eine räumliche Trennung oder einen Abschied durchmachen, wo ein geliebter Mensch gerade im Sterben ist und dieser aufgrund der aktuellen Situation nicht besucht werden darf, oder wo ein Angehöriger verstorben und keine Teilnahme am Begräbnis möglich ist – dort kann ein Gespräch helfen.

In Gedanken und im Herzen spürbar sind in dieser Zeit GEMEINSAMKEIT, NÄCHSTENLIEBE und SOLIDARITÄT - sie schenken Kraft und geben Mut und stärken Zuversicht und Vertrauen.

Hospiz Hotline

0676 3393211

täglich von 8 bis 20 Uhr

www.hospiz-noe.at/news/wir-besprechen-uns-gern


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