Auf den Spuren der Klimakonferenz
ZWETTL. Die ganze Welt an einem Tisch versammelt, zwei Wochen lang zähe und harte Verhandlungen mit – so macht es den Anschein –oft wenigen Ergebnissen.

Die Rede ist von den Klimakonferenzen, wo die nächste ab 30. November in Paris über die Bühne gehen wird. Nationalratsabgeordnete (NAbg.) und Umweltsprecherin der Grünen Christiane Brunner war nun zu Gast in Zwettl, um einen Einblick in die Hintergründe und Ziele derselben zu geben. Sie, die seit 2009 stets vor Ort war, beschreibt die Verhandlungen als sehr technisch und komplex, zwei Verhandlungsstränge stehen im Mittelpunkt: Die Reduktion der Treibhausgase und die Klimafinanzierung. Für heuer werden rund 20.000 Teilnehmer erwartet. Wir seien die letzte Generation, die aktiv eingreifen und eindämmen kann, betont Brunner.
Österreich ist nicht auf Zielkurs
Gar nicht gut weg kam an diesem Abend Österreichs Klimapolitik. Denn von der Erreichung der vorgenommenen Ziele sei unser Land weit entfernt und „entgegen aller Behauptungen kein Vorreiter“. Durch die Nichteinhaltung der Kyotoziele mussten Zertifikate von rund 600 Millionen Euro zugekauft werden. Präventive Maßnahmen wären weit billiger, als letztendlich für die Schäden aufzukommen, ist man sich in der Runde einig. „Klimaschutz und Wohlstand schließen sich gerade in Österreich nicht aus, im Gegenteil“, meint Brunner, die auch ein rasches konsequentes Handeln seitens der Politik einfordert. Die anstehende Konferenz in Paris könne durchaus ein Erfolg werden, ein globales verbindliches Abkommen mit klaren Kriterien und regelmäßigen Überprüfungen wäre dringend notwendig, genauso wie Vorreiter in Sachen Klimapolitik, so NAbg. Brunner abschließend.


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