Arbeitslosigkeit im Juni knapp unter Vorjahresniveau
ZWETTL. Entgegen dem NÖ-Trend liegt die Arbeitslosigkeit im Bezirk Zwettl im Moment knapp unter dem Vorjahresniveau.

Mit Stichtag Ende Juni waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl insgesamt 842 Personen, davon 400 Frauen und 442 Männer, arbeitslos gemeldet. Damit ist die Anzahl der Jobsuchenden gegenüber dem Monat Mai um vier (minus 0,5 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 14 Betroffene (minus 1,6 Prozent) leicht gesunken. Darüber hinaus nutzen derzeit 124 Personen (Vorjahr: 162) diverse AMS-Schulungsprogramme zur persönlichen und fachlichen Weiterbildung. „In Summe - Arbeitslose und Schulungsteilnehmer - standen Ende Juni 966 Kunden in Betreuung, während zum Vergleichszeitpunkt des letzten Jahres 1.018 Personen vorgemerkt waren. Allerdings werden die Arbeitslosenzahlen im Juli durch Abgänger von weiterführenden Schulen, die sich zur Jobsuche beim AMS melden, wieder zunehmen“, analysiert AMS-Leiter Kurt Steinbauer die aktuelle Lage.
Langzeitarbeitslosigkeit: Steigende Tendenz im Bezirk
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt steht beim AMS die Vermittlung im Zentrum der Aktivitäten, um der Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Die Langzeitarbeitslosigkeit weist leider auch im Bezirk Zwettl weiterhin eine steigende Tendenz auf. Besonders über 50-jährige und/oder gesundheitlich Beeinträchtige, die ihren Job verloren haben, sind gefährdet gänzlich aus dem Erwerbsleben ausgeschlossen zu werden. „Mit vielfältigen Förderangeboten setzen wir für diese Personengruppen wichtige Beschäftigungsimpulse. So ist es im ersten Halbjahr schon gelungen insgesamt 443 über 50-Jährige - davon 85 Frauen und 358 Männer - am Arbeitsmarkt zu platzieren. Eine Beschäftigung stärkt nicht nur das Selbstwert-gefühl, sondern auch die Kaufkraft der Betroffenen, weil das Erwerbseinkommen in der Regel deutlich höher ist als die Arbeitslosenunterstützung“, betont Steinbauer. Auch viele Gemeinden und Non-Profit-Organisationen im Bezirk Zwettl nutzen inzwischen verschiedene AMS-Förder-modelle für die Beschäftigung von Arbeitskräften der Generation 50 Plus. „Dabei handelt es sich zwar meistens nur um befristete Dienstverhältnisse, trotzdem ist es allemal besser einige Monate beschäftigt statt arbeitslos zu sein. Diese befristete Tätigkeit ist übrigens oft Ausgangspunkt in eine längerfristige oder sogar dauerhafte Beschäftigung“, weiß der AMS-Chef.


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