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ZWETTL. In Österreich gibt es seit mehreren Jahren rund 100 Klima- und Energie-Modellregionen (KEM). KEMs sind gelebte, mit Bürgerbeteiligung entwickelte, dezentrale Modelle für eine zukunftsfähige Lebensweise und für die Erprobung und Entwicklung eines umweltschonenden Lebensstils. So auch die Klima- und Energie-Modellregion Zwettl. Diese beteiligt sich nun am Klimafonds-Projekt „Energievehikel“.

Möglicher Standort für die Integration von Solarstrom ist zum Beispiel die Stadthalle, so die Energieagentur der Regionen. Foto: Energieagentur der Regionen.

Ein wesentliches Ziel der KEM ist es, die Eigenversorgung in der Region zu stärken. Um das zu erreichen, ist der Bereich Solarstrom ein wichtiger Bereich. Solarstrom kann nicht nur auf öffentlichen Dächern geerntet werden (zum Beispiel Kindergarten Waldrandsiedlung), sondern im Prinzip auf jedem Dach, heißt es seitens der Energieagentur der Regionen. Für mögliche Fragen und Hürden bzw. deren Bearbeitung wurde das Leitprojekt „Energievehikel“ entwickelt. Das große Ziel: All jene, die ein Solarstromprojekt umsetzen möchten, bestmöglich zu unterstützen. Das KEM Energievehikel hilft dabei, alle Beteiligten bzw. Betroffenen ins Boot zu holen, indem man einen gemeinsamen Konsens sucht. Beispiele für Solarstromnutzung im Ortskern von Zwettl (Schutzzone) sind Anlagen auf den Gebäuden der Sparkasse und der Apotheke.

„Gedachter Reisebus“

Das KEM Energievehikel ist ein gedachter Reisebus, der dann startet, wenn ein Ökoenergieprojekt von der Idee in Richtung Realisierung übergeht. Das Energievehikel macht den Weg und Ablauf des Projektes transparenter für alle Betroffenen. Es hilft auch zu vermeiden, Einzelinteressen den Vorrang zu geben, sondern eine breite Gruppe von Betroffenen einzubinden. Das Energievehikel dient nicht dazu, das Projekt auf Biegen und Brechen durchzusetzen und somit kann auch eine Projektabänderung oder ein Projektende ohne Realisierung ein Erfolg sein, - sofern daraus konstruktive Schlüsse für die Zukunft gezogen werden können, informiert die Energieagentur der Regionen abschließend.


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