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ZWETTL. Auf der „Großbaustelle Stadtamt“ bleibt nahezu kein Stein auf dem anderen. Derzeit ist der Ausbau des zweiten Obergeschosses voll im Gange. Bürgermeister als auch Projektleiter zeigen sich zufrieden: Alles läuft nach Plan, der Winter darf kommen.

  1 / 2   Bürgermeister Herbert Prinz, Projektleiter Hannes Meisner, Alexander Heider und Stadtamtsdirektor Hermann Neumeister im künftigen Kleinen Sitzungssaal (v.l.)

Während es unten beim Haupteingang sowie im Erdgeschoß derzeit ziemlich ruhig zu sein scheint, wird im zweiten Obergeschoß des Stadtamtes an jeder Ecke fleißig Hand angelegt. In dem einen Raum werden die letzten der 55 neuen Kunststofffenster eingebaut, in einem anderen die Zwischenwände aufgestellt. „Jetzt darf dann der Winter kommen. In der nächsten Zeit wird hier der Innenausbau forciert“, erklärt Bürgermeister Herbert Prinz (VP) bei der Baustellenbesichtigung.

Aus dem Dachgeschoß wurde vollwertige Etage

Das ehemalige Dachgeschoß wurde mittlerweile in eine vollwertige Etage (Holzriegelbauweise) umgewandelt. „Durch das geplante Flachdach kann eine normale Raumhöhe erreicht werden, ohne das Gebäude in der Gesamthöhe wesentlich zu verändern“, erläutert Prinz weiter. Ist das zweite Obergeschoß dann fertiggestellt, werden die unteren Etagen generalsaniert.

Die heikelste Phase war zugleich die erste, als Anfang August die Abbrucharbeiten am Dach begannen, wo beachtliche 400 Tonnen Bauschutt anfielen.

Und wie lässt es sich auf einer Baustelle arbeiten? „Die Arbeiter bemühen sich redlich und nehmen sehr viel Rücksicht. Trotzdem lassen sich Erschütterungen oder herabfallender Deckenputz nicht vermeiden“, so Prinz.

Aus Sicherheitsgründen wurden im ersten Obergeschoß Maßnahmen wie ein „Schutztunnel“ veranlasst, einige Mitarbeiter und Mandatare mussten für kurze Zeit ihre Büros räumen, andere wiederum wurden zwischenzeitlich „ausquartiert“. So wie beispielsweise die Kulturabteilung: Die vier Mitarbeiter wurden in das Alte Rathaus umgesiedelt und sind nun in der Passage gegenüber dem Tourismusbüro anzutreffen. „Ihnen gefällt es dort sehr gut, sie wollen gar nicht mehr zurück“, meint Bürgermeister mit einem Augenzwinkern.

Stadtarchiv im Bauhof

Eine weitere Abteilung bekommt von der täglichen Großbaustelle nicht allzu viel mit: Das Stadtarchiv Zwettl. Dieses ist zum Großteil in den Zwettler Bauhof verlegt worden. Einen Monat nahm die Übersiedlung in Anspruch, erinnert sich Leiterin Elisabeth Moll nur allzu gut. Unzählige Kisten und Kartons mit Archivalien wurden in den Bauhof geschleppt und auf vier Räumlichkeiten aufgeteilt. „Mittlerweile habe ich wieder einen groben Überblick“, schmunzelt Moll. Sie hat das Amt im März 2017 von ihrem Vater und langjährigen Stadtarchivar Friedel Moll übernommen, der ihr nach wie vor gerne mit Rat und Tat zur Seite steht.

Alles läuft plangemäß

Zurück zur Großbaustelle in der Gartenstraße: „Wir liegen absolut im Zeitplan“, freut sich Bürgermeister Prinz. Dem stimmt auch Projektleiter Hannes Meisner zu, der sich mit dem Baufortschritt sehr zufrieden zeigt. Die erste Feierlichkeit steht bereits vor der Tür: Am 23. November wird zur Gleichenfeier geladen. Im Juni 2019 sollte dann der neue, zeitgemäße und serviceorientierte Verwaltungssitz eröffnet werden.


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