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BEZIRK ZWETTL. Es ist eine Trendwende mit Wermutstropfen, die am Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr gelungen ist. Zwar stiegen die Beschäftigtenzahlen, aber die strukturellen Probleme, wie Langzeitarbeitslosigkeit bei Personen der Generation 50+ oder bei jenen mit gesundheitlichen Einschränkungen bleiben, zieht AMS-Leiter Kurt Steinbauer Bilanz über das Jahr 2017.

Zwettls AMS-Leiter von Zwettl, Kurt Steinbauer, zieht Bilanz über das vergangene Jahr
Zwettls AMS-Leiter von Zwettl, Kurt Steinbauer, zieht Bilanz über das vergangene Jahr

„Mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum im Rücken stiegen die Beschäftigten- und sanken die Arbeitslosenzahlen“, so die erfreuliche Bilanz des Geschäftsstellenleiters des Arbeitsmarktservice (AMS) Zwettl, Kurt Steinbauer zum abgelaufenen Arbeitsmarktjahr 2017.

Die steigende Arbeitskräftenachfrage führte zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit und zu einem kräftigen Plus bei den Stellenbesetzungen. Trotz dieser erfreulichen Trendwende, die generell am niederösterreichischen Arbeitsmarkt 2017 gelungen ist, gibt es aber weiterhin strukturelle Probleme: Personen der Generation 50+ sowie jene mit gesundheitlichen Einschränkungen laufen weiterhin Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden bzw. zu bleiben.

Besseres Wirtschaftswachstum als erhofft

Das Wirtschaftswachstum übertraf 2017 die Erwartungen vieler Experten: Das BIP wird 2017 mit einem Plus von rund drei Prozent abschließen. Die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung im gesamten europäischen Raum sorgte für eine nachhaltige Nachfrage nach Arbeitskräften. Auch am niederösterreichischen Arbeitsmarkt herrschte eine rege Nachfrage nach Personal. „Wir haben die Dynamik des Aufschwungs genutzt und uns intensiv ins Arbeitsmarktgeschehen eingebracht“, betont Kurt Steinbauer.

Die Bilanz 2017 des AMS Zwettl

  • Im vergangenen Jahr wurden beim AMS Zwettl 1.725 freie Stellen und Lehrstellen gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein sattes Plus von 20,2 Prozent.
  • Gleichzeitig konnten 1.263 freie Stellen und Lehrstellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt werden – ein Plus von 12,3 Prozent im Vergleich zu 2016.
  • 2.741 ehemaligen arbeitslosen Kunden des AMS Zwettl ist es letztes Jahr gelungen ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme zu beenden.

„Wir konnten in diesem Jahr Jobsuchenden ein deutlich umfassenderes Vermittlungsangebot machen als in den Jahren davor. Wer sich um eine zumutbare Stelle nicht beworben oder ein passendes Schulungsangebot nicht angenommen hat, musste jedoch mit Konsequenzen rechnen, nämlich der befristeten Sperre der finanziellen Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz“, macht AMS-Leiter Steinbauer deutlich. In 40 Fällen wurde vom AMS Zwettl im Jahr 2017 das Arbeitslosengeld oder die Notstandshilfe gesperrt.

Sinkende Arbeitslosenquote

Die Arbeitslosenquote im Bezirk Zwettl wird im Vergleich zu 2016 um voraussichtlich 0,4 Prozentpunkte sinken und bei sechs Prozent zu liegen kommen. Grundsätzlich spricht Steinbauer vom größten Rückgang der Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 2012 sowie von einem Rückgang auch bei der Jugendarbeitslosigkeit.

Langzeitarbeitslosigkeit leicht reduziert

Entgegen dem Niederösterreich-Trend konnte im Bezirk Zwettl auch die durchschnittliche Anzahl der Langzeitarbeitslosen von 143 auf 134 Betroffene gesenkt werden. Das entspricht einem Rückgang von 6,3 Prozent. Im Fokus der Arbeitsmarktpolitik steht jedoch das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit weiterhin. Diese betrifft vor allem Personen der Generation 50+ sowie jene, die wegen gesundheitlicher Probleme nur schwer wieder einen neuen Arbeitsplatz finden.

„Ohne unsere Unterstützung finden diese Menschen trotz des kräftigen Konjunkturaufschwungs kaum Anschluss an das Erwerbsleben. Mit einem soliden Wirtschaftswachstum gilt es auch im Jahr 2018 konsequent an den strukturell bedingten Problemen am Arbeitsmarkt zu arbeiten“, erklärt Steinbauer abschließend.


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