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Zwettler Stardt Impuls „Wofür schlägt dein Herz“-Sieger und Preisüberreichung

Leserartikel Eva Leutgeb, 30.10.2019 11:03

ZWETTL. Die Fachjury des Zwettler Stardt Impuls hat entschieden und die Preise sind überreicht worden. Insgesamt wurden 17 Projekte für den Wettbewerb „Wofür schlägt dein Herz“ eingereicht, um die Innenstadt von Zwettl zu beleben. 

V.l.n.r.: Bettina Todt, Elisabeth Wachter, Johannes Prinz, Monika Geisberger, Peter Hochleitner, Manuela Raidl-Zeller, Gerald Grübl, Michael Groschan, Martin Fichtinger, Andreas Bolomsky, Josef Mayerhofer, Anne Blauensteiner, Johannes Eckharter, Brigitta Warisch, Matthias Lösch, Franz Mold; Foto: Stadtgemeinde Zwettl

Elisabeth Wachter von NÖ Regional, Bürgermeister Franz Mold (ÖVP) und Vizebürgermeister Johannes Prinz (ÖVP) haben die Preise überreicht, die ein umfangreiches Starthilfe-Paket wie Mietzuschüsse, Beratungsleistungen beinhalteen. Weiters sind Mietzuschuss, Inserate in Zeitungen, Projektmanagement, Hilfestellung bei Einreichung und Objektsuche, Marketingberatung, Gratis-Internet für eine Zeitspanne und eine Ein-Jahres-Mitgliedschaft beim Wirtschafts- und Tourismusmarketing Zwettl und mehr darin enthalten. „Alle fünf Preisträger, die Kooperationen mit anderen Institutionen eingehen wollen, das stimmt mich sehr positiv“, freute sich Zwettls Bürgermeister Franz Mold bei der Gewinnerverkündung.

Im Interview durch die Preisverleihung

Elisabeth Wachter führte mit Bürgermeister, Vizebürgermeister, Anne Blauensteiner (Bezirksstellenobfrau Wirtschaftskammer), Monika Geisberger (Firma Nexus) und den ersten drei Gewinnern Interviews durch. Bei der Preisüberreichung gab Bürgermeister Mold bekannt, dass dieser Beschluss sein erster in seinem Bürgermeisteramt war und er gespannt auf die Entwicklung sei. Aber die Zielsetzung sei bereits jetzt schon erfüllt, nämlich die Innenstadt zu beleben. „Wir hätten alle Projekte gerne gesehen, aber es gab Kriterien“, so Anne Blauensteiner, die auch auf die Unterstützung dieser Umsetzungen durch die NAFES (Niederösterreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren) hinwies. Michael Groschan gab im Interview Preis, dass ihn eigentlich seine Frau auf diesen Wettbewerb aufmerksam gemacht hat, weil seine Geschäftsidee hätte er sowieso umgesetzt. Dass er damit dann auch als Sieger hervorgeht, war für ihn überraschend. „Jetzt sind Sie aber froh, dass Sie auf Ihre Frau gehört haben“, scherzte Elisabeth Wachter.

Hundetraining, Tierfutter und Zubehör

Der erste Preis ging an Michael Groschan, der ein Hundetraining „mach.BAR“ und Tierfutter und Zubehör „barf.BAR“ anbietet. Es ist ein Kompetenzzentrum für Hundebesitzer, bei dem mobiles Hundetraining  mit einem Shop für Tierfutter angeboten wird und der Schwerpunkt auf BARF (biologisch artgerechte Rohfütterung) liegt. Die Geschäftsidee wurde bereits in der Hamerlingstraße 15 umgesetzt.

Zwettler Stadt-Lofts

Den zweiten Preis hat sich die Firma Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft mbH. mit „Stadtlofts“ geholt. In der Landstraße 53 entstehen zehn bis zwölf Ferienwohnungen im generalsanierten Gebäude aus dem 13./14. Jahrhundert. Das Haus ist mittlerweile denkmalgeschützt. Interessierte Zwettler sind eingeladen, sich die alten Stadtmauern anzusehne. Als Ergänzung zu den Lofts gibt es nachhaltige Bio-Ausflugsziele und Regionalladen im Angebot.

reECOgnize – fair und ökologisch erzeugte Babykleidung

Arnold Bolomsky von reECOgnize hat seine Idee mit seinem Laden für fair & ökologisch erzeugte Baby- und Kinderkleidung, Spielwaren und Schuhen sowie qualitätsvolle Erwachsenenbekleidung schon umgesetzt und die Hamerlingstraße damit wieder belebt. Zusätzlich bietet er ein Gratis-Room-Sharing an: Der Raum wird für andere Nutzungen zur Verfügung gestellt. Das können Bandproben, Elterntreffen, Nachhilfe, Yoga, Ausstellungen und Ähnliches sein. Damit heimste er sich den dritten Platz ein.

Der vierte Platz wird geteilt

Einen fünften Platz gibt es nicht, Kerstin Flöck und Gregor Grohmann teilen sich den vierten Platz. Kerstin Flöck hat bereits in diesem Jahr eine Woche lang im leerstehenden ehemaligen Herrenmodengeschäft Prock erfolgreich „Kindersachen die Freude machen“ erprobt. Mit dieser Idee wird sie an diesem Standort  ihre Baby- und Kindermode von null bis zehn Jahren, Geschenke, Mitbringsel, Bücher, kleine Spielwaren, Pflegeprodukte und Öle, sowie Babynahrung anbieten. Gregor Grohmann möchte – vorzugsweise in der Landstraße – eine Buchhandlung eröffnen. Es soll eine Anlaufstelle für Literatursuchende über das Waldviertel (Tourismus und Einheimische) geben. Eine offene Plattform für Literatur, Kunst und Kultur wie Lesungen, Wiederbelebung der Zwettler Literaturtage oder Lesewettbewerbe werden hier mithineingebracht. Eine Umsetzung mit Wiener Buchhandlungen „Hartliegs“ und Kooperationen mit Zwettler Firmen und Schulen ist ebenso angedacht. Bürgermeister Franz Mold begrüßt gerade diese Idee: „Wir wissen, wie schwierig Buchhandlung in der heutigen Zeit ist.“

Eine Fachjury aus vielen Wirtschaftssparten

Die Jury bestand aus Bürgermeister Franz Mold, Anne Blauensteiner (Bezirksstellenobfrau der Wirtschaftskammer), Johannes Eckharter von der Raiffeisenbank Zwettl, Peter Hochleiter von der Waldviertler Sparkassen AG, Gerhard Lang, Geschäftsführer der Correcta, und Karl Schwarz, Geschäftsführer der Brauerei Zwettl. „Es ist mir eine große Ehre und Freude, hier mitwirken zu dürfen“, gibt Karl Schwarz bei der Gewinnerverkündung zu Wort, „Anfangs waren die Einreichungen zögerlich, das hat sich dann aber geändert.“  Unter diesen sind sehr viele brauchbare Ideen zu finden. Was die anderen Projekteinreicher betrifft, so möchte Bürgermeister Franz Mold an diese in zeitlichen Abständen herantreten und mit ihnen in Kontakt bleiben.

Ausblick Hamerlingstraße und andere Straßenzüge

Ausblick gab Bürgermeister Mold auch auf die Neugestaltung der Landstraße im nächsten Jahr. Auch andere Straßenzüge dürfen einer Neugestaltung unterzogen werden. Die Hamerlingstraße etwa müsse attraktiver gemacht werden, die wegen der hohen Mieten und wegen des optischen Eindruckes für andere Geschäfte bislang nicht so interessant gewesen sei.


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