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ZWETTL. SPÖ, die Grünen und FPÖ stellten eine Tunnelvariante für die geplante Umfahrung vor. Sie fordern, dass die Variante im Rahmen der Korridorprüfung des Landes geprüft wird.

Die Tunnelvariante wurde bereits grafisch dargestellt. Fotos (2): Die Grünen Zwettl/Rodl
  1 / 2   Die Tunnelvariante wurde bereits grafisch dargestellt. Fotos (2): Die Grünen Zwettl/Rodl

„Nach einigen Verzögerungen hat uns das Land über den aktuellen Stand der Korridoruntersuchung informiert“, sagt Herbert Enzenhofer, Fraktionsvorsitzender der SPÖ. Dabei wurde die Variante zwei, zwischen Zwettl und Sonnberg, als die bevorzugte Variante vorgestellt. „Ein Tunnel unter dem Ortskern wäre schonender. Eine Umfahrung hingegen ist ein enormer Flächenverbrauch, der Verkehr wird an die schönsten Plätze und nahe bei neuen Siedlungen gelegt“, erklärt Enzenhofer. „Die eingebrachte Tunnelvariante für die Umfahrung ist für uns ein Vorschlag, der unsere Kriterien am ehesten erfüllen könnte“, sagen auch die Grünen. „Wir treten für eine Verringerung des Individual- und Transitverkehrs ein. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass im ländlichen Raum das Auto als individuelles Verkehrsmittel auch in den kommenden Jahren eine hohe Bedeutung haben wird. Der Bau einer zusätzlichen Straße ist für uns nur tolerierbar, wenn er mit möglichst geringem Flächenverbrauch, geringer Lärmbelastung und so schonend wie möglich für die Umwelt erfolgt“, so die Grünen weiter. Auch für die FPÖ stellt die Tunnelvariante die vernünftigste Lösung dar.

Einen ersten Entwurf hat der Verkehrsplaner Joachim Kleiner erstellt. Nach seiner ersten, groben Schätzung würde der Bau des zirka 400 bis 550 Meter langen Kurztunnels auf Kosten von 10,2 Millionen Euro kommen. „Die Umfahrung kommt fix. Wir wollen eine Entlastung für das Ortszentrum, eine Steigerung der Verkehrssicherheit und eine Verbesserung der Lebensqualität“, sagt Enzenhofer.

Bürgermeister für Prüfung

Für die Prüfung der Tunnelvariante spricht sich auch Bürgermeister Roland Maureder (ÖVP) aus: „Wir wollen die beste Lösung für die Einwohner. Der Tunnel ist auch keine neue Forderung. Diskussionen diesbezüglich wurden allerdings immer mit Verweis auf die hohen Kosten beendet.“ Die Vorgehensweise der Präsentation der Tunnelvariante stört Maureder aber: „Normalerweise arbeiten wir im Ausschuss überparteilich zusammen. Alleingänge bringen uns bei so wichtigen Anliegen nicht weiter. Wichtig ist, dass wir bald eine Lösung finden. Bei jeder neuen Variante sind wieder neue Anrainer betroffen, das verursacht auch Unsicherheiten.“ Der Tunnel-Vorschlag wird noch in der Arbeitskreissitzung besprochen.


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