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ZWETTL/RODL. Landesrat Günther Steinkellner hat die Umfahrung nicht in seinem Mittelfristprogramm getaktet. Die Grünen Zwettl fordern alternative Maßnahmen.

Keinen exakten Baustart gibt es für die Umfahrung Zwettl an der Rodl. Foto: Rainer Lenzenweger
Keinen exakten Baustart gibt es für die Umfahrung Zwettl an der Rodl. Foto: Rainer Lenzenweger

„Ende Oktober äußerte sich Landesrat Günther Steinkellner, dass alle aktuellen Umfahrungsprojekte einem Bewertungsverfahren unterzogen und bis 2022 eingetaktet werden“, sagt Rainer Lenzenweger, Pressesprecher der Grünen Zwettl. In seinem Antwortschreiben an Lenzenweger stellte der Landesrat klar, dass er die Umfahrung Zwettl nicht in ein Mittelfristprogramm eingetaktet hat.

Kein exakter Zeitpunkt für Baustart

„Die Intention einer Umfahrung in der Gemeinde sehe ich als vernünftig an und stehe dem Vorhaben positiv gegenüber. Allerdings ist es zum derzeitigen Zeitpunkt leider nicht möglich exak­te Zeitpunkte zu nennen, wann ein tatsächlicher Baustart erfolgen kann. Einerseits können die Verfahrensdauern unterschiedliche Ausmaße annehmen und andererseits ist für die anstehenden Projekte auch das zur Verfügung gestellte Budget von zentraler Bedeutung“, sagt Steinkellner.

Variante 2: Trasse wird gesichert

Derzeit führt die Abteilung Raumordnung die Trassensicherung der vom Land bevorzugten und den Fachabteilungen interdisziplinar positiv bewerteten Variante zwei durch. Die Variante wird aufgrund geringerer Eingriffserheblichkeit im Bereich Raum und Umwelt, erheblich geringerer Errichtungkosten und einem besseren Zielerrichtungsgrad vom Land präferiert. Die von SPÖ, FPÖ und Grünen präsentierte Tunnelvariante wurde zuvor in einer Gemeinderatssitzung mehrheitlich abgelehnt. Die Gemeinde spricht sich weiterhin für die Variante fünf aus. „Diese ist weiter vom Ort weg als die Variante zwei und betrifft weniger Anrainer“, sagt Bürgermeister Roland Maureder. „Wir werden weiterhin auf die Wichtigkeit einer Umfahrung für Zwettl aufmerksam machen.“

Maßnahmen setzen

Die Grünen fordern alternative Maßnahmen, wie die Verlegung des LKW-Transitverkehrs von der B 126 auf die S 10, eine 30 km/h-Beschränkung im Ortsgebiet, eine Verlängerung des Ortsgebietes, den Ausbau der Busverbindungen und weitere Pendlerparkplätze entlang der B 126. „Der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel wird nicht erfolgen, solange die Rahmenbedingungen in Linz und eine bessere Taktung der öffentlichen Verkehrsmittel nicht gegeben sind. Das Hauptproblem sind außerdem die tausenden Lastwagen“, sagt der Bürgermeister.


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