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ZWETTL. Wenn samstags Abend um 20 Uhr nach Redaktionsschluss das Tips-Handy läutet, dann klingeln auch gleichzeitig die Alarmglocken. Was passt nicht, was hat sich verschoben und muss neu gestaltet werden? Welche Veranstaltung wurde wieder abgesagt? Solche und andere Fragen schießen in Sekundenschnelle durch den Kopf.

Foto: Tips
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Nummer unbekannt: Das ist ungewöhnlich! Am anderen Ende meldet sich ein Herr mit Berliner Akzent: „Kennen Sie einen Hubert Weissinger? Sie haben einen Artikel über ihn verfasst“. Im Netz hat der Berliner nur den Bericht von Tips über die Weltreisen des Guinessbuch-Rekordhalter entdeckt und sich die Nummer der Tips-Redaktion rausgesucht. Der nette Herr aus Berlin hat einen Pass, ausgestellt auf Hubert Weissinger, beim Brandenburger Tor gefunden. Nun, Ende gut, alles gut, der Passlose hat aus der Tips-Redaktion die Kontaktdaten erhalten, sich mit dem Finder in Verbindung gesetzt und hat seinen Pass wieder.

Was den netten Berliner betrifft

Einen Notpass auszustellen wäre mit Umständen und finanziellem Aufwand verbunden. Was den netten Berliner betrifft: Er hätte den Pass auch bei der nächsten Behörde abgeben oder liegen lassen können. Stattdessen hat sich der Finder jedoch die Mühe gemacht zu recherchieren und zu telefonieren. Das macht Mut, vor allem in der Vorweihnachtszeit, dass es Menschen gibt, denen der Nächste, auch wenn es ein Fremder ist, nicht einfach egal ist. Und vielleicht googelt der Herr Berliner auch noch einmal über diese Angelegenheit nach und findet im Netz diesen Artikel darüber. Tips als Fundbüro war jetzt ganz neu. Regionale Berichterstattung aus Zwettl macht also sogar in Berlin einen Sinn.

Kommentar

Evi Leutgeb

e.leutgeb@tips.at


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