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BEZIRK ZWETTL. Die Arbeitsmarkbilanz für den Monat Mai ist nicht gerade rosig, denn ungewöhnlich viele Arbeitslose sind im Bezirk derzeit zu verzeichnen.

  1 / 2   Die Zahl der Arbeitslosen ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich hoch, bilanziert Kurt Steinbauer vom AMS Zwettl. Foto: Wodicka.
Zwar konnte die Saisonarbeitslosigkeit im Bezirk Zwettl im Laufe des Monats Mai großteils abgebaut werden, jedoch liegt die Arbeitslosigkeit deutlich über dem Vorjahreswert – ein Trend, der sich in nahezu allen Bezirken in Niederösterreich (ausgenommen im Bezirk Melk) zeigt. Beim AMS Zwettl waren zum Stichtag 31. Mai insgesamt 858 Personen, davon 387 Frauen und 471 Männer, arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum letzten Monat ist zwar die Anzahl der Betroffenen um 102 (oder minus 10,6 Prozent) zurückgegangen, der Vorjahresvergleich zeigt hingegen einen Anstieg um 103 Personen (oder plus 13,6 Prozent). Dabei hat die Arbeitslosigkeit sowohl bei den Männern (plus 49 oder 11,6 Prozent) als auch bei den Frauen (plus 54 oder 16,2 Prozent) zugenommen. „Für diese Jahreszeit ist die Arbeitslosigkeit ungewöhnlich hoch, doch ein Rückblick auf die letzten Jahre bestätigt leider die steigende Tendenz“, analysiert AMS-Leiter Kurt Steinbauer die aktuelle Situation. Die Ursachen dafür sieht der AMS-Chef im verstärkten Andrang von arbeitssuchenden und arbeitsfähigen Personen auf den Arbeitsmarkt, im schwachen Wirtschaftswachstum und in den einschneidenden Veränderungen im Pensionsrecht.Keine Entspannung am Arbeitsmarkt in SichtIm vergangenen Monat Mai wurde die Vormerkung in 303 Fällen wiederum beendet. Davon ist 202 Personen der Jobeinstieg gelungen, 29 sind in diverse Qualifizierungsprogramme des AMS eingetreten und der Rest (72) ist aus sonstigen Gründen (Krankenstand, Meldeversäumnis, Wochenhilfe etc.) aus dem Vormerkregister ausgeschieden. „In nächster Zeit rechnen wir mit keiner Entspannung am Arbeitsmarkt und auch in den Sommermonaten wird die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau bleiben“, erklärt Steinbauer.

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