ALLENTSTEIG. Eben landeten 750 Eier in der Pfanne – für die Grammelknödelfülle; im Familienunternehmen herrscht Hochbetrieb, denn rund um die Vorweihnachtszeit gilt es Knödel drehen, was das Zeug hält.

„Wir produzieren wöchentlich rund 15.000 frische Knödel, an vier Tagen die Woche. Dafür müssen drei Tonnen Erpfi geschält und verarbeitet werden, zur Ganslzeit ist es wohl die doppelte Menge“, schätzt Rainer Klang, Chef der bekannten Knödelmanufaktur in Allentsteig.
Was 1997 klein begonnen hat, ist stetig gewachsen. Derzeit beliefert er neben kleineren Geschäften vor allem die Supermärkte der Rewe-Gruppe und einige Lagerhausmärkte. An vier Wochentagen wird produziert, so ein „Knödeltag“ beginnt um fünf Uhr morgens, ein Team aus insgesamt zwölf Damen schält chargenweise und in Handarbeit die bereits gekochten Kartoffel. „Für 180 Kilogramm Erpfi brauchen wir etwa eine knappe halbe Stunde“, schmunzelt Chefin Ingeborg Klang. Parallel dazu wird schon der Teig vorbereitet und dann geht“s für alle an das Knödeldrehen. Ist der Teig zur Gänze verarbeitet, wird die nächste Partie Kartoffel geschält. Neben den beliebten Erpfiknödel werden so auch Grammel-, Fleisch-, Selchfleisch- und Blunzenknödel produziert, Vegetarier kommen mit der Rauchkäsevariante auf ihre Kosten.
Der Plafond des Möglichen ist – trotz steigender Nachfrage – aber bereits erreicht, eine Kapazitätssteigerung ist kaum mehr realistisch und auch nicht gewünscht: „Wichtiger ist es uns, unsere Qualität zu bewahren, wir wollen klein aber fein und dabei ehrlich bleiben“, meint Rainer Klang. Denn auch Personalmangel wird immer wieder zum Thema, neue Mitarbeiter für die Knödelproduktion sind herzlich willkommen!


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