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ZWETTL. Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt werden auch künftig sehr große sein, das ist die Quintessenz der aktuellen Prognose. Denn mit einer Entspannung am Arbeitsmarkt ist sowohl 2016 als auch in den Folgejahren nicht zu rechnen.

Foto: Wodicka
Foto: Wodicka

Die Ressourcen des Arbeitsmarktservice (AMS) werden mit den Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht im selben Umfang mitwachsen. „Wir werden sowohl unseren Personal- als auch den Fördermitteleinsatz auf die Akquisition offener Stellen und die Vermittlung Jobsuchender konzentrieren. Gleichzeitig halte ich fest: Die Arbeitsmarktintegration von Jobsuchenden ist alternativlos, auch wenn derzeit die Aussichten auf einen raschen (Wieder-)Einstieg nicht besonders günstig sind“, betont der Leiter des AMS Zwettl Kurt Steinbauer.

Arbeitsmarktpolitische Ziele 2016

Vor dem Hintergrund einer schwierigen Arbeitsmarktentwicklung und eines klaren Ressourcenrahmens steht das AMS in ganz Niederösterreich vor einem herausfordernden Arbeitsjahr. Die wichtigsten Ziele für das Jahr 2016 lauten:

• Einschaltgrad des AMS am niederösterreichischen Stellenmarkt sicherstellen

Im kommenden Jahr sollen insgesamt 1.078 freie Stellen und Lehrstellen mit einer passenden Arbeitskraft besetzt und mindestens 278 Vakanzen mit einem monatlichen Bruttoverdienst von 1.900 Euro (pro Vollzeitstelle) akquiriert werden.

• Rund 903 Jobsuchende im Alter ab 45 stehen wieder im Berufsleben

224 jobsuchende Frauen und 707 Männer im Alter ab 45 sollen im kommenden Jahr mit Unterstützung des AMS NÖ wieder im Berufsleben stehen.

• Junge Menschen nicht länger als ein halbes Jahr ohne Job oder Ausbildungsangebot!

Ein großes Anliegen ist dem AMS die Ausbildungsgarantie von jungen Menschen, die verhindern soll, dass Jugendliche dauerhaft vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt werden. Damit der berufliche Einstieg gelingt, steht unter anderem die überbetriebliche Lehrausbildung und eine Reihe von Schulungsangeboten zur Verfügung. In Summe hat das AMS in NÖ 65 Millionen Euro an Fördermittel für Job- oder Ausbildungssuchende im Alter bis 25 Jahren reserviert.

• Nachhaltige Arbeitsmarktintegration von 2.550 Langzeitarbeitslosen

Um den Aufbau der Sockelarbeitslosigkeit von Jobsuchenden im sogenannten Haupterwerbsalter (bis 45 Jahre) zu verhindern, setzt sich das AMS das Ziel, 1.165 Niederösterreicherinnen und 1.385 Niederösterreicher, die bereits mehr als zwölf Monate arbeitslos vorgemerkt sind, nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Zielsetzung für das AMS Zwettl bei von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffenen unter 45-Jährigen: 21 Frauen und 24 Männer sollen nachhaltig in das Erwerbsleben eingegliedert werden. „Mit Nachhaltigkeit meinen wir, dass diese Personen mehr als zwei Monate durchgängig in einem Dienstverhältnis stehen“, erklärt Steinbauer.

• Qualifizierung: erfolgreich und 51Prozent für Frauen reserviert!

In Zeiten hohen Konkurrenzdrucks am Arbeitsmarkt laufen vor allem Frauen, die familiär bedingt eine Erwerbspause einlegen mussten, oder nur eine geringe Ausbildung vorweisen können, Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden. Das AMS NÖ steuert hier mit maßgeschneiderten Qualifizierungs- und Unterstützungsangeboten gegen. Unter anderem wurde für Berufsrückkehrerinnen nach der Babypause mit den Frauenberufszentren ein niederösterreichweit fast flächendeckendes Netz mit Angeboten eingerichtet.

• Förderungsangebote für die Einstellung von über 50-Jährigen

Wie bereits im Vorjahr wird das AMS auch im Jahr 2016 die Einstellung von Personen der Generation 50 Plus, die bereits länger als ein halbes Jahr auf Jobsuche sind, mit diversen Förderungsangeboten in Form von Lohnkostenzuschüssen bzw. durch geförderte Beschäftigungsverhältnisse im Rahmen der Arbeitskräfteüberlassung forcieren. AMS-Bezirksstellenleiter Steinbauer dazu abschließend: „Damit wollen wir die steigende Altersarbeitslosigkeit eindämmen oder zumindest in Grenzen halten.“


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