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BEZIRK. Für den Ausbau der digitalen Infrastruktur, insbesondere im Waldviertler Gebiet rund um Zwettl, macht sich Brigitte Ederer, Obfrau des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie Österreichs (FEEI) im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst stark.

Ederer fordert einen Breitbandausbau für das Waldviertel. Foto: Wodicka
Ederer fordert einen Breitbandausbau für das Waldviertel. Foto: Wodicka

„Seit 2000 Jahren waren jene Regionen wirtschaftlich erfolgreich, die über eine gut ausgebaute Infrastruktur verfügten. Waren es früher Straßen, so sind das heute Datennetze“, sagt Ederer, die im Waldviertel aufgewachsen ist. Die Industriemanagerin drängt hier vor allem auf den Breitbandausbau in der Region Zwettl, um dieser Region bessere Möglichkeiten in der digitalen Wirtschaftswelt zu geben. „Innovation wird in Zukunft im Netz stattfinden, dazu braucht es aber Versorgungssicherheit und eine flächendeckende Zugriffsmöglichkeit. Hier muss man zuerst volkswirtschaftlich denken und erst dann betriebswirtschaftlich“, bemerkt Ederer und regt an, Infrastrukturbelange wieder mehr unter Staatshoheit zu stellen. Gerade die heimische Elektroindustrie könnte davon sehr profitieren.

Elektroindustrie: Gute Bilanz 2015

Für die Elektroindustrie und ihre 64 Betriebe in Niederösterreich ist das Jahr 2015 erfolgreich verlaufen. Die hohe Exportquote mit 80 Prozent hat nachhaltig dazu beigetragen, die Standorte und die Arbeitsplätze abzusichern. Das erste Quartal 2016 weist auch in Richtung Wachstum und lässt auf ein gutes Gesamtjahr hoffen. Weiterhin ein wichtiges Anliegen ist es Ederer, den Frauenanteil in der Elektrotechnik zu heben. Denn gerade die heimische Elektronikindustrie sei auf findige und innovative Köpfe angewiesen, und solche gäbe es unter Mädchen und Frauen mehr als genug. Hier sollten Initiativen in der Schule, aber auch in der Familie ansetzen, die Mädchen mit entsprechenden Talenten und Neigungen zu fördern.

Die Elektro- und Elektronikindustrie Österreichs hat 2015 die Zahl der Beschäftigten um 1,8 Prozent auf 61.222 erhöht. In den rund 300 Betrieben vergrößerte sich der Produktionswert um 4,7 Prozent auf 13,36 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 17,2 Milliarden Euro.


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