4,5 Millionen Euro in Erneuerung der 110-kV-Leitung Ottenstein-Zwettl investiert
ZWETTL. 44 Maste wurden aufgestellt, 500 Tonnen Stahl verbaut oder 87 Kilometer Erd- und Leiterseile verlegt - die Rede ist von der erneuerten 110-kV-Leitung zwischen Ottenstein und Zwettl. Die Stromleitungen wurden damals durch den katastrophalen Eisregen 2014 extrem in Mitleidenschaft gezogen. Diese Erneuerung ist ein weiterer Schritt in Richtung Versorgungssicherheit im Waldviertel, heißt es seitens Netz NÖ.

Vielen Waldviertlern ist der katastrophale Eisregen von 2014 noch in Erinnerung, wo in weiten Teilen der Bezirke Horn, Krems und Zwettl Straßenverbindungen aufgrund umgestürzter Bäume gesperrt waren. Auch die Stromleitungen wurden unter der Last des Raureifs extrem in Mitleidenschaft gezogen. Die erneuerte 110-kV-Leitung zwischen Ottenstein und Zwettl, ist ein weiterer Schritt, um die Versorgungssicherheit im Waldviertel sicherzustellen.
„Um das Niveau der hohen Versorgungssicherheit auch künftig zu halten, sind unsere Techniker Tag für Tag im Einsatz, um das Netz quantitativ und qualitativ weiterzuentwickeln. Dabei investiert Netz NÖ nicht nur in die Integration von erneuerbaren Energien, sondern hat auch die Versorgungssicherheit aller Kunden im Auge“, so Netz NÖ Geschäftsführer Robert Essbüchl.
Investitionen von 4,5 Millionen Euro
Bei der Neuplanung wurde neben der neuen Auslegung der Leitung für Eis und Raureif auch auf die örtlichen Interessen der Gemeinden in Bezug auf Schaffung von Wohn- und Gewerbegebieten Rücksicht genommen. Eine Optimierung der Leitungsführung durch Waldschneisen kann die Stromversorgung auch bei Sturmereignissen sichern. Bei der neuen Trassenführung wurde auch auf das Landschaftsbild im Erholungsgebiet des Stausee Ottenstein geachtet. Netz NÖ, eine 100 prozentige Tochter der EVN, investierte 4,5 Millionen Euro in das Projekt.
Zahlen, Daten & Fakten zur 110-kV-Leitung:
- Leitungslänge:12,4 km
- Betonkubatur: 3000 m³ (das entspricht rund 500 Betonmischern)
- Verbaute Stahlkonstruktion: 500 t
- 44 Maste mit einer Gesamthöhe von 1500 m
- Erd- und Leiterseile: 87 km (vergleichbar mit der Strecke Krems-Gmünd)
- Investitionskosten: ca. 4,5 Mio. Euro


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