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Lokalaugenschein mit FP-Landesrat Waldhäusl: „Wie viel Wolf verträgt unser Land?“

Katharina Vogl, 17.07.2018 13:47

ALLENTSTEIG. Das Thema Wolf ist nach wie vor in aller Munde. Unter dem Motto „Tierschutz mit Hausverstand“ nutzte FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl gemeinsam mit dem Wolfsexperten der Veterinärmedizinischen Universität Georg Rauer letzte Nacht für einen Lokalaugenschein am Truppenübungsplatz in Allentsteig. Waldhäusl spricht sich für die Bejagung von „ausländischen“ Problemwölfen aus. 

FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl; Foto: FPÖ
FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl; Foto: FPÖ

„Bei dieser Wolfsnacht konnten wir von einem Bunkerturm aus beobachten, wie drei Wölfe ihre Beute zerteilten“, schildert Waldhäusl. „Der Wolf ist ein beeindruckendes Raubtier, was mir wieder gezeigt hat, dass es höchste Zeit zum Handeln ist“, so Waldhäusl weiter.

„Müssen lernen, mit Wolf zu leben“

Wolfsexperte Rauer erklärt, dass „wir in Österreich in Zukunft mit dem Wolf leben lernen müssen“. Es gehe längst nicht nur um das Rudel in Allentsteig. Denn: Sämtliche Zwischenfälle der letzten Monate hätten nichts mit Wölfen aus Allentsteig zu tun, diese kämen nachweislich nicht aus Österreich. 

Zudem sei der Wolf auch nicht mehr vom Aussterben bedroht. Zwischen 10.000 und 20.000 Wölfe leben laut Experten derzeit in Europa.

„Bedarf einer europäischen Lösung“

„Das zeigt uns, dass es einer weitreichenden europäischen Lösung bedarf“, sagt Waldhäusl. Der Wolf legt in einer Nacht bis zu 70 Kilometer zurück, daher sei unmöglich „Österreich wolfsfrei zu halten. Wir müssen den Tatsachen in die Augen schauen“, stellt der Landesrat fest. „Bereits das Desaster rund um die Otterpopulation hat aufgezeigt, dass man agieren statt reagieren muss.“

„Ausländische“ Problemwölfe bejagen

Es sei nun die Aufgabe der Politik rasch zu handeln, um die Frage, wie viel Raum wir dem Wolf geben wollen und „wie viel Wolf unser Land verträgt“, zu beantworten.

„Mit dem Wolf leben lernen bedeutet, Menschen, Nutz- und Wildtiere zu schützen und einen vielfältigen Artenschutz zu sichern. Dort wo ausländische Wölfe zu einem Problem werden, wird man um eine Entnahme, sprich Bejagung, nicht herumkommen“, nennt Waldhäusl das Kind beim Namen. Er will sich nun um eine nachhaltige und ressortübergreifende politische Lösung bemühen.


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